Ostbelgien

1. Liga - wir kommen!

Skywheelers Lahn-Dill 46 Roller Bulls Ostbelgien 66

Frankfurt/Main.- Die Roller Bulls Ostbelgien sind Meister!  Und das zwei Spieltage vor Saisonende!  Gratulation zum Aufstieg in die 1. Liga!

Die Mission vor der Abreise nach Frankfurt stand für die Akteure der Roller Bulls Ostbelgien fest: wir möchten heute Meister werden und den Titel feiern!  Doch unmittelbar im Vorfeld ereilten einige Hiobsbotschaften Headcoach Stefan Veithen, die zum taktischen Umdenken und Umplanen zwangen.

„Ja, wir waren personell heute sehr gehandicapt, da neben Jamaa Saadi, der aus familiären Gründen derzeit in Marokko weilt, auch Davy Bukkers und Juan Bernal verletzt absagen mussten.  Hinzu kam noch der plötzliche Tod des Schwiegervaters von Terence Edja-Wato, so dass wir nur mit sieben Spielern nach Frankfurt reisten“, erklärte Stefan Veithen. 

Teamgeist war ausschlaggebend

Die Roller Bulls Ostbelgien wollten jedoch auch trotz dieser Unzulänglichkeiten als Team auftreten sowie auch als Team für die Abwesenden und Verletzten kämpfen und den Titel einfahren.  Die Anfangsphase verlief jedoch äußerst zäh, so dass die Gastgeber aus Frankfurt-Lahn-Dill zunächst die treffsichere Mannschaft waren und schnell mit 4:0 in Führung gingen.  Doch wie bereits während der gesamten Meisterschaft wirkten die Roller Bulls abgeklärt und ließen sich auch durch diesen fulminanten Auftakt des Tabellendritten nicht aus dem Konzept bringen.  So fanden die Mannen von Stefan Veithen nach diversen Startschwierigkeiten doch ins Spiel und kamen zu Treffern.  Das erste Viertel konnten die Gäste bereits mit einem leichten 20:16-Vorsprung für sich entscheiden.  Auch im zweiten Spielabschnitt traten die Bulls als geschlossene Einheit auf, wenngleich man den Gastgebern zu viele Freiräume und Möglichkeiten erlaubte.  Zwar behielten die Bulls stets das Oberwasser und die Kontrolle, doch von einem deutlichen Break konnte auch in dieser Phase keine Rede sein.  Zur Pause führte das Team von Stefan Veithen mit 38:30.  „Wir konnten uns zwar eine 8-Punkte-Führung herausspielen, doch hätten wir in dieser ersten Halbzeit vor allem in der Defensive viel konsequenter spielen müssen, um den Skywheelers bereits in diesem frühen Stadium den Schneid abzukaufen“. 

Kurz gerüttelt, dann der Ruck…

Die Gäste aus Ostbelgien spielten nach dem Pausentee wie entfesselt und spielten sich schnell einen 14-Punkte-Vorsprung heraus.  Merkwürdigerweise ließ das Team nach diesem veritablen Break die Spielzügel gleiten, so dass die Fusionsmannschaft aus Frankfurt und Lahn-Dill plötzlich Morgenluft schnupperte und ihrerseits alles in die berühmte Waagschale warf.  Mit Erfolg, denn zwischenzeitlich kam das Team von David Amend gefährlich auf 4 Punkte an die Bulls heran.  Vor allem Tim Diedrich und Sebastian Arras punkteten in dieser prekären Spielphase souverän.  Doch so plötzlich wie diese sportliche Talsohle auch begann, so plötzlich endete sie auch und die Bulls präsentierten sich fortan von ihrer absoluten Sahneseite.  Der dritte Spielabschnitt konnte somit am Ende noch mit einem 11-Punkte-Vorsprung beschlossen werden. (44:55).  Im Finalabschnitt ließen die Gäste aus Ostbelgien nunmehr nichts mehr anbrennen und überzeugten durch eine souveräne und in dieser Saison wahrscheinlich noch nie so konsequent gespielte Defense.  Die Gastgeber verzweifelten und konnten in den letzten zehn Minuten lediglich 2 Punkte durch Tim Diedrich verbuchen.  „Wir haben nach dem Durchhänger zur Mitte des dritten Spielabschnittes eine tolle Moral bewiesen und uns erneut ins Spiel zurück gekämpft.  Es ging ein Ruck durch das Team.  Das war auch der Knackpunkt, da Frankfurt im Anschluss nichts mehr ans Brett brachte und sich geschlagen geben musste“, erklärte Stefan Veithen. 

Perfekte Defensive

Während die Defensive alle gegnerischen Versuche abblockte, funktionierte auch die Offensive wie am Schnürchen.  So konnte der Vorsprung bis zum Spielende auf 20 Punkte ausgebaut werden (44:66).  Ein toller und nie gefährdeter Sieg einer Mannschaft, die als würdiger Meister den Weg in die Erstklassigkeit antreten wird.   Die Konkurrenz tat sich indes schwerer, konnte der Tabellenzweite bei den Sabres aus Ulm doch nur mit 61:55 siegen, nachdem man zur Pause noch knapp im Hintertreffen lag.  Der RSV Baskets Salzburg setzte sich hingegen gegen die Lux Rollers Luxemburg mit 75:48 durch. 

In zwei Wochen, am Samstag, dem 17. März kommt es um 19.30 Uhr zum Heimspiel der Bulls gegen die Sabres aus Ulm.  Hier steigt dann sicherlich der erste Teil der Meisterfeier, die dann, eine Woche später, am 24. März beim letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenzweiten aus Heidelberg in einen wahren Freudentaumel münden wird.

Die Roller Bulls Ostbelgien präsentierten sich in dieser Saison als würdiger Meister und Aufsteiger und fungierten darüber hinaus als idealer Botschafter fairen Sports Ostbelgiens.

Die Zwischenergebnisse:

-    1. Viertel      16:20

-    2. Viertel         30:38

-    3. Viertel         44:55

-    4. Viertel         46:66

Es trafen für die

Roller Bulls Ostbelgien:

Bart Nulens (8), Roby Hulsmans (13), Nazif Comor (22), David Offermann (15), Binh Quoc Pho (2), Philippe Minten (6), Stefan Veithen. 

Skywheelers Lahn-Dill:

Marian Kind (10), Tim Diedrich (18), Florian Miller (2), Sebastian Arras (12), Marco Zwerger (4), Sebastian Arnold, Jan Hecker, Shapoor Sirkhabi, Julian Meinecke, Carsten Crombach.