Ostbelgien

Auftaktniederlage der Bulls in Hamburg

BG Baskets Hamburg 82. Roller Bulls Ostbelgien. 47

Es handelte sich für die Roller Bulls Ostbelgien am Ende des Tages um ein „gebrauchtes Wochenende“, gesellte sich neben organisatorischen Pannen auch eine herbe Auftaktniederlage gegen die Baskets aus Hamburg.  Die Deutlichkeit der Niederlage spiegelt jedoch nicht die spielerische Leistung der ostbelgischen Rollstuhlbasketballer wider.
 
Die Misere begann bereits am Samstag mit einem Terminfehler. 
 
Zu früh angereist
 
Die Roller Bulls Ostbelgien waren in dem Glauben, dass das Auftaktspiel in Hamburg am Samstag stattfand, bereits vorzeitig angereist. „Wir staunten nicht schlecht, als wir unseren eigenen Irrtum im Spielkalender feststellten und einen Tag länger in der Hansestadt planen mussten“, so Stefan Veithen. Als nun die Partie schließlich am Sonntag angepfiffen wurde, versagten sowohl der TV-Livestream als auch der FibaStat, so dass die heimischen Bulls-Fans nicht mit ihrem Team mitfiebern konnten.
 
Guter Beginn
 
Im Auftaktviertel konnten die Roller Bulls Ostbelgien das Spiel mit ihrem neuen Trainer Jo Bongaerts ausgeglichen gestalten und ließen in der Defensive auch nicht viel zu.  Nach den ersten zehn Spielminuten lagen die Gastgeber hauchdünn mit 16:13 in Führung.  Auch im zweiten Viertel konnten die Bulls dem Spiel den Stempel aufsetzen und sich gegen die personell erstklassig besetzten Hamburger behaupten.  Mit einem 22:16-Zwischenergebnis gingen die Hamburger mit einer 38:29-Führung in die wohlverdiente Halbzeitpause. Wenngleich sich die Bulls für die zweite Halbzeit einiges vornahmen, verschlechterte sich die Spielweise zusehends. 
 
Von der Rolle
 
Vor allem die Trefferausbeute ließ in dieser Phase deutlich zu wünschen übrig.  Die Gastgeber nutzten diese Schwächephase der Ostbelgier kaltschnäuzig und setzten sich stete ab.  Vor dem Finalviertel lagen die Hamburger bereits uneinholbar mit 59:41 in Führung. „Irgendwie war der Wurm drin, denn bis zur 18. Minute haben wir toll gespielt und spielten quasi auf Augenhöhe. Erst danach schlichen sich bei uns unverständlicherweise Fehler ein.  Es kam zu unbegreiflichen Fehlpässen, hektischen Fehlwürfen und taktischen Fehlentscheidungen.  All das hat Hamburg clever und kaltschnäuzig genutzt.  Spielentscheidend sicherlich auch die extrem hohe Trefferquote der Hamburger in den beiden Schlussvierteln“, meinte Stefan Veithen nach dem Spiel gegenüber dem Grenzecho.   Vor allem der Japaner Rio Fujimoto (23 Punkte) und Martin Steinhardt (21 Punkte) waren am Sonntagnachmittag in Hamburg die treffsichersten Akteure und Garanten für den HSV-Sieg. 
 
Personell geschwächte Bulls
 
Den Roller Bulls Ostbelgien standen am vergangenen Sonntagnachmittag darüberhinaus nur zwei „große“ Spieler zur Verfügung. „Wir konnten leider nur Lorenzo Boterberg und Terence Edda Wato aufs Parkett schicken. Nazif Comor, David Offermann, Juan Bernal, Jamaa Saadi und auch Mounir Moujoud waren nicht mit von der Partie.  Diese sonst so breite Bank hat uns gegen dieses Spitzenteam einfach gefehlt. Mit komplettem Kader hätten wir den Hamburgern sicherlich besser Paroli bieten können“, erklärte Stefan Veithen. Nichtsdestotrotz traten die Roller Bulls Ostbelgien erhobenen Hauptes die lange Heimreise aus Hamburg an und schworen sich bereits auf das am Donnerstag stattfindende erste Heimspiel der Saison gegen die Baskets 96 Rahden ein. 
 
Konzentrierter gegen Rahden
 
„Rahden ist ein heißer Anwärter auf die Play-Offs, denn die Vereinsstruktur wurde entsprechend professionalisiert und das Team um einige Spitzenspieler verstärkt.  Die bisherigen Leistungen in den Turnierspiele und der Vorbereitungsphase verdeutlichten diesen steten Aufwärtstrend.  Der Heimsieg gegen die Rhinos aus Wiesbaden sollte uns also als Warnung dienen.  Auch wenn die Baskets ein Aufsteiger sind, so erachte ich uns als Außenseiter mit Chancen auf eine Überraschung.  Hierfür müssen wir unser Spiel aber während der gesamten 40 Minuten aufs Parkett bringen. Durststrecken wie in Hamburg sind in der 1. RBBL nicht erlaubt und werden stets jäh bestraft.  Ich wünsche mir jedenfalls auch an dem etwas ungewöhnlichen Termin am Donnerstag lautstarke Fanunterstützung, damit wir vielleicht mit vereinten Kräften erste Punkte einfahren können“, bemerkte Stefan Veithen,
 
Die Zwischenstände
 
1.    Viertel       16:13
2.    Viertel      38:29 (22:16)
3.    Viertel      58:41 (20:12)
4.    Viertel      82:47 (24:6)
 
 
Es spielten und trafen
 
BG Baskets Hamburg:
Alireza Ahmadi (11), Saman Balaghi (4), Marcin Balcerowski (8), Reo Fujimoto (23), Mareike Miller (15), Anne Patzwald, Martin Steinhardt (21)
 
Roller Bulls Ostbelgien:
Lorenzo Boterberg (14), Davy Bukkers (2), Terence Edda Wato (8), Robby Hulsmans (16), Philippe Minten (7), Bart Nulens, Stefan Veithen.
 
Der erste Spieltag im Überblick
 
RBB Iguanas München          RSB Thuringia Bulls               47:106
Baskets 96 Rahden                Rhine River Rhinos                72:60
Doneck Dolphins Trier          BSC Rollers Zwickau             79:66
Hannover United                   RSV Lahn-Dill                         61:83
BG Baskets Hamburg          Roller Bulls Ostbelgien         82:47

 

(Quelle: gh/grenzecho)