Ostbelgien

Bulls gaben nie auf!

RSV Lahn-Dill 101 Roller Bulls Ostbelgien 31

Nach dem Heimspiel gegen die Thuringia Bulls vor zwei Wochen mussten die Roller Bulls Ostbelgien am Samstagnachmittag auch gegen den zweiten absoluten Klassenprimus der 1. RBBL antreten. 13 Deutsche Meistertitel, 14 Pokalsiege, 6 Champions-League-Trophäen sowie ein WBC-Europapokal und ein Weltpokal sprechen hierbei Bände und machten die Reise nach Mittelhessen für die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer von vornherein zu einer „Mission Impossible“. Dennoch wollt e man gegen diese Obermacht an der eigenen Taktik feilen und sich für die kommenden wichtigen Aufgaben moralisch stärken.

Die Lahn-Diller ließen gleich von Beginn an keinen Zweifel an ihrer Klasse und den Willen, die 100er-Marke gegen das belgische Kellerkind zu knacken. Vor fast 1000 Zuschauern überzeugte das Team von Kapitän Michael Paye auf der ganzen Linie und sorgte bis zur 7. Minute für einen fulminanten 21:0-Durchmarsch. Das aggressive Spiel der Gastgeber gepaart mit dem hohen Pressing vereitelten einen Bulls-Spielaufbau. So ließ der erste Treffer für die Bulls durch Lorenzo Boterberg auch bis zur 8. Minute auf sich warten. Trotz dieser haushohen Unterlegenheit versuchten die Roller Bulls ins Spiel zu finden. Nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeber bereits mit 27:8 in Führung. Auch im zweiten Spielabschnitt ließ Lahn-Dill nicht locker und brachte mit einem 23:8 ein ähnliches Ergebnis aufs Tapet. Zur Pause lag das Team von Janet McLachlan bereits mit 50:16 klar in Führung. Wer aber nun gedachte hätte, die Lahn-Diller würden sich auf den Lorbeeren ausruhen und das eigene Spiel munter herunterspulen, sah sich getäuscht. Mit einem atemberaubenden Tempo und einer fast makellosen Treffsicherheit entschieden die Gastgeber dieses dritte Viertel mit 31:5 klar für sich. Im Schlussviertel gelang den Bulls mit zwölf Punkten zwar noch eine gewisse Ergebniskosmetik, aber der RSV Lahn-Dill durchbrach kurz vor dem Abpfiff doch noch die magische 100er-Marke. „Das war schon eine tolle Vorstellung des Tabellenersten aus Lahn-Dill. Nichtsdestotrotz haben wir uns von einer guten Seite gezeigt und bis zum Ende Moral bewiesen. In den kommenden Wochen treffen wir auf Mannschaften, gegen die wir etwas bewirken können. Lahn-Dill und Thuringia sind Teams aus einer anderen Galaxie“, so Bulls-Präsident Patrick Josten nach der Partie in Wetzlar. (Quelle:grenzecho/gh)