Bulls setzen auf dritten Sieg gegen Leguane

RBB Iguanas München vs Roller Bulls (Sa. 20 Uhr)

Die St.Vither Rollstuhlbasketballer befinden sich derzeit auf Wolke Sieben und liegen in der Tabelle der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Süd unangefochten mit vier satten Punkten in Führung.  Der Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Rollstuhlbasketball scheint demnach zum Greifen nah.  Bislang konnten sich die Mannen von Coach Stefan Veithen gegen die gesamte Konkurrenz behaupten, wenngleich es mitunter - wie zuletzt in Lahn-Dill - mittels Verlängerung zu einem wahren Herzschlagfinale kam. 

Nichtsdestotrotz können die Bulls auf ihre bisherige Leistung stolz sein und mit gleichem Elan die restlichen Saisonspiele angehen.

Leguane möchten Wiedergutmachung

Die Leguane aus München sinnen jedoch auf Rache, wurden sie in der laufenden Meisterschaft doch bereits zwei Mal von den Bulls sowohl in der Liga als auch im Pokal auf die Verliererstraße geschickt.  Hierfür haben sich die sportlichen Verantwortlichen aus München auch ein entsprechendes taktisches Konzept ausgedacht, um den Bulls das Siegen in Bayern zu vereiteln.  Die Bulls hingegen werden alles daran setzen, um die bisher weiße Punkteweste über die Endjahresfeiern hinaus zu behalten.  „Das wird sicherlich ein schwieriges Spiel, denn München wird uns alles abverlangen.  Rückblickend ist München wohl neben uns das stärkste Team der Serie.  Die beiden Niederlagen gegen uns schmeckten den Iguanas sicherlich nicht, so dass Wiedergutmachung gegen uns als Spitzenreiter angesagt sein dürfte.  Wir sind jedenfalls gewarnt und werden versuchen unsere in den vergangenen Spielen gefestigte Form und Spielweise auch in München aufs Parkett zu bringen.  Jedenfalls müssen wir von Beginn an hellwach agieren und eine gesunde Aggressivität mit in die Waagschale werfen.  Negativ hingegen könnte sich für uns die lange Anfahrt auswirken, die uns dann doch in den Knochen stecken könnte.  Wir fahren zwar nicht mit breiter Brust, sondern mit viel Respekt nach München, rechnen uns aber durchaus Chancen aus.  Wir haben München in dieser Saison bereits zwei Mal geschlagen, weshalb sollte es nicht auch ein drittes Mal klappen?  Aller guten Dinge sind ja bekanntlich Drei!“, meinte Stefan Veithen.

10 Endspiele?

Die Leguane kämpften sich auf den zweiten Tabellenrang vor und sinnen nach mehr.  „Dass die Bullen alles andere als unschlagbar sind, haben bereits mehrere Teams bewiesen. Sowohl Frankfurt, als auch wir unterlagen in den ersten Aufeinandertreffen jeweils nur knapp und Lahn Dill zwang die starke Mannschaft aus Belgien sogar in die Overtime. Doch die St.Vither sind ein hartnäckiger Brocken, steckt doch jede Menge Erfahrung und Qualität in den Spielern von Headcoach Stefan Veithen“, erklärte Münchens Coach  Andreas Ebertz auf der Webseite der Leguane.  Die Münchener richten bei der taktischen Ausrichtung besonderes Augenmerk auf den groß gewachsenen Bull Nazif Comor sowie  den unermüdlich kämpfenden Pieter Dries. Doch Ebertz gab auch zu verstehen, dass die Roller Bulls in dieser Saison von einer sehr breiten Bank, die vor spielerischer Homogenität nur so strotzt, zehren.  Oldie Juan Bernal spiele demnach einen weiteren Frühling seiner Karriere, während Christophe Van Houcke zusammen mit Lowpointer Bart Nulens oder aber Mounir Moujoud stets für Überraschungen gut seien. „Wir haben zwei Mal unnötig gegen die Bulls verloren, weil wir ihr Spiel nicht unterbunden und unsere Chancen nicht konsequent genutzt haben. Wir wissen, dass für uns am Samstag das erste von zehn Endspielen auf dem Programm steht. Wir werden den Bulls einen heißen Tanz liefern und alles daran setzen, den ersten Sieg über unsere belgischen Freunde einzufahren.“, sagte der Trainer der Iguanas, Andreas Ebertz, weiter. Spricht Ebertz von Endspielen, dann meint er wohl damit, dass der eingeschlagene Weg nach oben von Spiel zu Spiel enden kann – jedoch möglichst nicht soll. Im Vergleich zu den letzten Begegnungen soll am Samstag eine starke erste Halbzeit den Grundstein für den Erfolg ebnen, hat man doch in den verlorenen Partien stets einem Rückstand hinterherlaufen müssen. „Wir müssen 40 Minuten Gas geben und aggressiv an den Stühlen der Belgier hängen. Setzen wir das 40 Minuten lang konzentriert um, werden wir die zwei Punkte zu Hause behalten. Wir müssen einfach korbgeil sein und hart für jeden Ball und jeden Punkt arbeiten, dann schaffen wir das“, erläuterte Routinier Uli Schmölz in den Iguanas-News. 

Das Maskottchen Nino Leguan wird die belgischen Rollstuhlbasketballer jedenfalls herzlich empfangen und bittet sie dann zum munteren Korbtanz.  Der Hochball erfolgt am heutigen Samstagabend um 20 Uhr.  Die Fans der Roller Bulls können die Partie live über die Internetplattform mitverfolgen und so mit ihrem Team mitfiebern. 

Infos unter www.rollerbulls.be oder www.facebook.com/pg/RollerBulls/