Ostbelgien

Bulls setzen auf Sieg!

Roller Bulls - Mainhattan Skywheelers (Sa., 19.30 Uhr im SFZ)

St.Vith.- „Wir sind wieder im Rennen!“ jubelten die Vereinsverantwortlichen und Fans der Roller Bulls am vergangenen Spieltag nach dem Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Jena.  Aus dem „Tal der Hoffnungslosigkeit“ herausgekämpft, blicken die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer nun zielgerichtet in Richtung rettendes Tabellenufer.  Das Team von Stefan Veithen und seinem Trainerkollegen Juan Bernal benötigt im Grunde genommen „nur“ noch einen Heimsieg gegen die Köln99ers am letzten Spieltag, um die Klasse doch noch zu halten. 

 

So scheint sich der langgezogene Endspurt, der vor einigen Wochen noch als „Mission impossible“ festgemacht wurde, doch noch erfolgreich zu gestalten. 

 

Aus „impossible“ wurde plötzlich „possible“

 

Die Bulls möchten nach den drei Siegen gegen Kaiserslautern, Trier und Jena die vorgelegte Schlagzahl natürlich hoch halten. „Wir haben gegen Jena in den ersten drei Spielvierteln einfach schlecht gespielt und unsere Spielweise der vorangegangenen Partien nicht abrufen können.  Solche Schwächen sind im Abstiegskampf nicht erlaubt, so dass wir gegen Frankfurt volle Konzentration abrufen müssen“, so Stefan Veithen.  Die Mainhattan Skywheelers sind derzeit in der Tabelle jenseits von Gut und Böse und haben weder mit den Playoffs noch mit dem entbrannten Abstiegsduell zwischen St.Vith und Köln etwas zu tun.  So könnte es sein, dass das Team von Malik Zahary in St.Vith nicht mit höchster Motivation auflaufen wird, was auch die letzten Ergebnisse, wie beispielsweise die deutliche 39:62-Heimniederlage gegen den RSC Rollis aus Zwickau, verdeutlichen.  

 

Mit Geschenken ist nicht zu rechnen

 

Trotz oder gerade wegen dieser Niederlage wollen sich die Mainhattan Skywheelers in Ostbelgien besonders stark zurückmelden, hat der Coach der Kreß & Co-Truppe doch Rehabilitation angesagt. „Wir sind zu mehr fähig und müssen uns deutlich stärker präsentieren. St.Vith ist exzellent gut drauf, was die letzten Ergebnisse und Siege verdeutlichen.  Die Motivation des „greifbaren Klassenerhaltes“ trägt sicherlich auch zur Qualität des Spiels am Samstagabend bei für das von unserer Seite absolut höchste Konzentration das Stilmittel des Erfolges sein wird“, so Malik Zahary im Forum der Skywheelers. Dass es gegen das Team der Roller Bulls nicht leicht werden wird, wissen die Skywheelers nicht erst seit der Heimniederlage in der vergangenen Saison, sondern auch aufgrund der umkämpften und engen Hinrundenpartie am Main. 

 

Stets packende Duelle

 

Es handelte sich um ein Aufeinandertreffen in Frankfurt auf absoluter Augenhöhe, das die Hausherren nur dank einer fokussierten und leidenschaftlichen Leistung im letzten Viertel (27:11) mit 70:57 für sich entscheiden konnten. Für Lars Lehmann zählen die Bulls zu den absoluten Angstgegnern wie er im Interview unterstreicht: „Die Roller Bulls sind immer ein sehr unangenehmer Gegner, da sie einen sehr harten und robusten Basketball spielen. Das wird ein sehr hartes Stück Arbeit für uns, zumal uns in St.Vith bekanntlich ein Hexenkessel erwartet!“. So scheinen die Frankfurter trotz ihrer Platzierung im Niemandsland der Tabelle doch recht motiviert und auf einen Sieg ausgelegt.  „Wir sind Sportler. Als Team wollen immer gewinnen. Auch wenn es für uns faktisch um nichts mehr geht, werden wir alles geben.“, erklärte Frankfurts Center Johannes Hengst im Interview, während sich sein Teamkolleg Sebastian Spitznagel auf das Aufeinandertreffen mit den belgischen Rollstuhlbasketball-Kollegen sichtlich freut: „Die Roller Bulls liegen uns im Grunde genommen als Gegner sehr, da sie, wie wir auch, sehr physisch spielen. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, uns zu sicher zu fühlen. Als Mannschaft müssen wir unsere Stärken, also insbesondere unsere Größe, ausspielen.“

 

Zuschauer treiben die Bulls voran 

 

Für Stefan Veithen sicherlich eine angenehme Situation, da die Bulls im Gegensatz zur Vorwoche gegen die Jena Caputs nicht zum Siegen verdammt sind. „Ja, das ist vielleicht unser Vorteil, denn wir können eigentlich ohne Druck aufspielen.  Vielleicht gelingt es uns ja dann die Qualitäten aus den siegreichen Partien gegen Kaiserslautern und Trier erneut abzurufen.  Wenn uns dies gelingen sollte, rechne ich mir auch mit den Zuschauern als 6. Mann im Rücken berechtigte Siegeschancen aus.  Doch vieles hängt mit Sicherheit von der Tagesform und der Treffsicherheit ab.  So könnte ich mir vorstellen, dass die Frankfurter Lorenzo Boterberg in Sonderbewachung nehmen.  Das bietet dann im Gegenzug für unsere anderen Spieler enorme Freiräume, die diese aber auch konsequent nutzen müssen.  Im Basketball zählen hat nur Körbe.  Ein Sieg wäre natürlich vor dem Endspiel gegen Köln in zwei Wochen toll, könnten wir doch dadurch den Druck noch weiter auf die Domstädter erhöhen.  Wie so oft im Abstiegskampf zählen derzeit demnach nur Siege!“, so Coach Stefan Veithen.

Der Hochball im Sport- und Freizeitzentrum in St.Vith erfolgt am heutigen Samstagabend um 19.30 Uhr.