Ostbelgien

Bulls zeigten den Rhinos Hörner

Rhine River Rhinos. 62 Roller Bulls Ostbelgien. 56

Im Achtelfinale des DRS-Pokals standen die Roller Bulls Ostbelgien am vergangenen Samstag in Köln-Mühlheim auf dem Parkett.  Nach den vielen Aufs und Abs der vergangenen Wochen setzten die Sportverantwortlichen um Coach Jo Bongaerts im Hinblick auf die kommenden Begegnungen in der 1. RBBL auf Konstanz und Konzentration.  Hier kam das Spiel gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gerade recht, denn vor zwei Wochen im Heimspiel in St.Vith enttäuschten die Bulls auf der ganzen Linie, so dass gegen die „Dickhäuter“ eine Wiedergutmachung angebracht schien.
 
Die Roller Bulls Ostbelgien präsentierten sich bärenstark und ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel an der Kampfmoral und dem Siegeshunger. 
 
Motiviert und kampfstark
 
Für das Team von Sven Eckhardt sicherlich eine andere Konstellation, bestimmte man die Roller Bulls vor zwei Wochen doch nach Belieben.  So waren es auch die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer die im ersten Viertel weitgehend das Spiel bestimmten und lediglich in Wiesbadens Kapitän Maurice Amacher, der aus allen Lagen traf, einen Meister fanden.  Zum 17:10-Zwischenergebnis zugunsten der Wiesbadener steuerte Amacher alleine 15 Punkte bei.  Doch die Roller Bulls Ostbelgien ließen sich durch diesen Rückstand keineswegs entmutigen und spielten im zweiten Viertel tapfer und mutig auf.  Mit dieser teils aggressiven Spielweise der Ostbelgien kamen die Wiesbadener nicht parat, so dass Hektik und Nervosität die vorangegangene Trefferquote arg schmälerte.  So kämpfte sich das Team von Jo Bongaerts konsequent und vehement heran, so dass Wiesbaden mit großer Mühe und Not einen knappen 30:28-Vorsprung in die Halbzeitpause retten konnte.  Nach dem Pausentee agierten beide Teams auf absoluter Augenhöhe, doch sowohl die Wiesbadener als auch die Bulls hatten im Abschluss ihre Schwierigkeiten, was sich in der mageren 12:12-Trefferbilanz im dritten Viertel verdeutlichte. 
 
Am Ende schlecht für Mühen belohnt
 
Mit einem 42:40-Vorsprung zugunsten der Dickhäuter ging die Partie ins spannende Schlussviertel.  Hier machten erneut die Routiniers André Hopp, Mathias Güntner und Gijs Even mit ihren Treffern aus der Distanz den Unterschied.  Die Roller Bulls Ostbelgien haben jedenfalls ein tolles Match abgeliefert und die Scharte der peinlichen Heimniederlage bestens ausgewetzt.  Mit dieser Leistung und Einstellung blicken die Roller Bulls Ostbelgien in eine sportliche optimistischere Zukunft.  Bereits am kommenden Samstag laden die Bulls zum Heimspiel gegen Hannover ein.  Natürlich gelten die Ostbelgier in dieser Partie als Außenseiter, doch möchte man sich ähnlich stark wie zuletzt gegen den Klassenprimus Thuringia Bulls präsentieren und die Chance auf einen Überraschungserfolg vor heimischer Kulisse am Schopf packen.
 
Die Zwischenstände
1.     Viertel 17:10
2.     Viertel 13:18 (30:28)
3.     Viertel 12:12 (42:40)
4.     Viertel 20:16 (62:56)
Endstand 62:56
 
Stimmen zum Spiel:
Sven Eckhardt, Coach der Rhine River Rhinos Wiesbaden: „So wirklich zufrieden kann ich mit dem Spiel nicht sein. Wir haben es nicht geschafft in unser Spiel zu finden und viele einfache Punkte liegen lassen. So mussten wir uns diesen ersten Sieg leider erkämpfen und hier schon alle Kräfte in die Waagschale werfen. Dennoch haben wir im Verlaufe des Achtelfinale zu unserem Charakter zurückgefunden und gegen Rahden das Ticket fürs Viertelfinale buchen können“.
 
Stefan Veithen, Co-Trainer der Roller Bulls Ostbelgien: „Wir haben unser wahres Gesicht und unsere wahren Stärken zeigen können.  Vor allem im kämpferischen Moment haben wir klar überzeugt.  Es handelt sich um eine Teamleistung auf der wir für die kommenden Partien aufbauen sollten und müssen.  Einziger Wermutstropfen sicherlich die Tatsache, dass es trotz unserer Anstrengungen gegen Wiesbaden in Sachen Sieg und Revanche nicht gereicht hat.  Wir sind aber dennoch wieder auf dem richtigen Weg.“

 

(Quelle: grenzecho/gh)