Ostbelgien

Das war eine enge Kiste!

ROLLER BULLS OSTBELGIEN. 58. ROLLERS ZWICKAU 55

 

Ein Kellerduell, das es in sich hatte, präsentierten die Bulls-Verantwortlichen ihren treuen Fans und Gönnern am Sonntag anlässlich des traditionellen Familientages. Das Team von Jo Bongaerts wollte vor heimischer Kulisse einen zweiten Saisonsieg einfahren und somit auch die anstehenden Playdowns etwas angenehmer und zuversichtlicher gestalten. Am Ende siegten die Bulls knapp mit 58:55 und strapazierten mitunter kräftig das Nervenkostüm der Fans.

Die Gäste aus Zwickau, die derzeit im Insolvenzprozess feststecken und somit einige Spielerabgänge zu beklagen hatten, reist lediglich mit fünf Spielern an, während Coach Marco Förster im Ernstfall das Backup bilden sollte. Doch von Resignation war bei den Gästen zu keinem Zeitpunkt etwas festzustellen, im Gegenteil, schnell gingen die Sachsen mit 4:0 in Führung und zwangen die Bulls zu Fehlern. Erst allmählich gelang es den Roller Bulls Ostbelgien das Nervenkostüm abzulegen und die klaren Chancen besser zu nutzen, so dass es fortan zu einem offenen Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Teams wurde. Das Auftaktviertel entschieden die Gäste knapp mit 14:12 zu ihren Gunsten. Der zweite Spielabschnitt gestaltete sich im Abschluss hektisch und zerfahren. Beide Teams ließen ihre Klasse im Aufbau durchblitzen, doch unter dem gegnerischen Korb war meist Schluss und der Ball fand einfach nicht den Weg durch die Reuse. Mit einem für die 1. Bundesliga denkbar schwachen 11:10 führten die Gäste aus Zwickau zur Pause mit 24:23. Nach der Pause kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel wobei vor allem der Ehrgeiz von Lorenzo Boterberg ins Auge stach. Boterberg war der Hansdampf-in-allen-Gassen, der keinen Ball aufgab und auch in der Defensive eifrig störte. So ging das dritte Viertel mit 17:10 zugunsten der Roller Bulls Ostbelgien aus, so dass das Bongaerts-Team unter lautem Jubel der Fans mit einer 40:34-Führung auf die Zielgeraden einbog. Schnell konnten die Bulls ihren Vorsprung ausbauen, so dass man von einem sicheren Sieg meinte sprechen zu dürfen, doch Zwickau steckte zu keinem Zeitpunkt und landete in den entscheidenden Phasen Wirkungstreffer. So drohte die Partie gegen Ende doch noch einmal umzukippen. Mit Müh und Not retteten die Bulls einen 58:55-Heimerfolg über die Zeit. „Das war schon eine sehr enge Kiste“, meinte Coach Jo Bongaerts nach dem Abpfiff. Im Rahmen des Familientages wurden Teammanager Edgard Boemer und auch Co-Trainer Stefan Veithen durch die Aktion „Ehrenamt überrascht“ geehrt. Beide sind fast täglich für die Roller Bulls Ostbelgien auf Achse und gelten in Deutschland und im Inland als Botschafter Ostbelgiens und des Rollstuhlbasketballs auf höchstem Niveau. Neben Kaffee und Kuchen sorgten die Showdancers aus Büllingen für Kurzweiligkeit. Jetzt heißt es für die Roller Bulls Ostbelgien konzentrierter denn je die anstehenden Playdowns vorzubereiten. Hier kreuzen sich dann wieder die Wege mit den Rollers aus Zwickau. (Quelle: grenzecho/gh).