Ostbelgien

Das war schon starker Tobak

Roller Bulls 63 Mainhattan Skywheelers 64

Nach München in der Vorwoche mussten die Roller Bulls beim Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Frankfurt die zweite Saisonniederlage in Folge hinnehmen. Gegen bärenstarke Skywheelers kamen die Bulls in der ersten Halbzeit nur sehr schwer ins Spiel. Vor allem in der Defensive taten sich enorme Lücken und Freiräume auf, die vor allem die deutsche Top-Spielerin und Olympionikin Marina Mohnen kaltschnäuzig nutzte. Nach einem 21:14 und einem 16:20 lagen die Gäste aus Frankfurt zur Pause mit 37:34 in Führung. Nach der Pause drängten die Bulls auf den Ausgleich, doch die Frankfurter ließen sich nicht beirren und hielten eifrig dagegen. Mit einem 52:52-Unentschieden gingen beide Teams ins Schlussviertel. Hier hatten die Bulls anfänglich die Kontrolle und auch die notwendige Treffsicherheit auf ihrer Seite, doch mehr als fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen brachte das Team von Stefan Veithen des Öfteren aus dem Konzept und dem Spielrhythmus. Vor allem das vorzeitige Ausscheiden von Christophe Van Houcke wegen fünf persönlichen Fouls sorgte für einen Bruch. Fünf Sekunden vor dem Spielende lagen die Bulls noch mit 63:62 in Führung. Es gestaltete sich eine Farce an Fouls, die schlussendlich zu zwei Freiwürfen für Nazif Comor führten. Der Bulls-Hühne zeigte jedoch Nerven und vergab zwei Mal. Im Gegenzug spielten die Frankfurter clever ihre letzte Chance und setzen einen finalen Wurf von Christoph Spitz, der im Netz zappelte. Bis auf die Unparteiischen erkannte jeder der anwesenden Zuschauer, dass dieser Treffer deutlich nach Ablauf der regulären Spielzeit erzielt wurde. Die Schiris zeigten sich jedoch uneinsichtig und sprachen den Gästen aus Frankfurt den Sieg zu. Fassungslosigkeit, Unmut und auch große Wut war nach diesem Krimi in der ganzen Halle zu spüren. Sportlich gesehen haben die Bulls die Partie sicherlich in der ersten Halbzeit verloren, doch die von den Referees an den Tag gelegte teils unsportliche Art und Weise wie diese Niederlage zustande kam, ist für alle Fans der Bulls sicherlich eine bittere Pille. Frankfurt konnte weiter zur Spitze aufschließen und kann sich wieder große Hoffnungen auf einen Platz an der Sonne machen. Einziger Wermutstropfen für die Bulls ist sicherlich die überraschend deutliche Heimniederlage des Tabellenzweiten aus München gegen den RSV Lahn-Dill II. Somit überwintern die Bulls als Tabellenerster der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Süd.