Ostbelgien

Deutlich eine Nummer zu groß...!

THURINGIA BULLS 117 ROLLER BULLS OSTBELGIEN 30

Die Roller Bulls Ostbelgien reisten am Samstag mit wenig großer Erwartungshaltung nach Eixleben, galt es doch die Bundesliga-Partie gegen den amtierenden Champions-League-Sieger Thuringia Bulls zu bestreiten.  Als krasser Außenseiter war demnach in der „Lehrstunde“ Schadenbegrenzung angesagt.

Gleich von Beginn an ließen die Gastgeber aus Eixleben keinen Zweifel an ihrer Klasse und versenkten den Ball bereits nach drei Sekunden durch Jake Williams zur 2:0-Führung.  Dieser Klassenunterschied hielt von der ersten bis zur Schlusssekunde an.  

Klassenunterschied

Den Roller Bulls Ostbelgien konnten allerdings eine tolle Moral und unbändiger Kampfgeist attestiert werden, so dass die Truppe um Topscorer Lorenzo Boterberg alles Mögliche versuchte, den Abstand zur Übermacht Thuringia nicht allzu früh abbrechen zu lassen.  Nach zwei Minuten lagen die Gastgeber dennoch bereits mit 10:0 in Führung, bevor David Offermann der erste Treffer für die ostbelgischen Bullen gelang.  In dieser Phase spielten sich Alex Halouski und Vahid Azad nach herrlichen Zuspielen von Matt Scott und Jake Williams regelrecht in einen Rausch.  Freiwürfe von Bart Nulens und Philippe Minten brachten die einzige Verbesserung an der Anzeigetafel, während die Thuringia Bulls das erste Viertel mit einem souveränen 30:8-Vorsprung abschlossen.  

Thuringia mit breiter Bank

Thuringia Coach Michael Engel ließ nach den ersten zehn Minuten eifrig rotieren und verdeutlichte, dass auch der „zweite Anzug“ dem Abonnementsmeister bestens passt.  So waren es in diesem zweiten Viertel Jens Albrecht und André Bienek, die die Verantwortung übernahmen und für eine wahre Korbflut sorgten.  Auch in diesem Spielabschnitt gelangen den Gastgebern 26 Punkte, während Lorenzo Boterberg, Nazif Comor und Robby Hulsmanns  in bewährter Konstanz weitere 8 Treffer für die Gäste aus St.Vith realisierten.  Zur Pause lag der Tabellenführer bereits mit 56:16 uneinholbar in Führung.  

Tempo und Präzision

Auch nach dem Seitenwechsel sollte es für die Roller Bulls Ostbelgien nicht einfacher werden, denn die Thuringia Bulls gingen mit ihrer Starting Five und extrem hohen Tempo und mit einer bezeichnenden Präzision wieder auf Korbjagd und ließen der Veithen-Truppe keinen Hauch einer Chance.  Hier waren es wieder die Allrounder Alex Halouski und Valid Azad, die der ostbelgischen Defensive Kopfzerbrechen bereiteten und mit einem 31:4-Zwischenergebnis die Führung vor dem Finalviertel auf 87:20 ausbauten.  Alex Halouski musste mit vier persönlichen Fouls zwar vorzeitig auf die Bank, doch die Ausgeglichenheit bei den Thuringia Bulls war schon bemerkenswert, konnten sich doch insgesamt sechs Akteure zweistellig in die Scorerliste eintragen.  Das Ziel der Gäste aus Ostbelgien unter der 100er-Marke zu bleiben zerplatzte sechs Minuten vor dem Spielende, als Vahid Gholamazad das 100:22 gelang.  

Hallenrekord

Doch es sollte noch ärger für die Veithen-Truppe kommen, denn mit dem 117:30-Endstand realisierten die Gastgeber einen neuen Hallenrekord und festigten eindrucksvoll die eigene Tabellenführung. Wer kann dieses Top-Team in der 1. Bundesliga überhaupt stoppen?  Eine Frage, die aufgrund der totalen Überlegenheit sicherlich berechtigt ist.  Für die Roller Bulls Ostbelgien war es jedenfalls die im Vorfeld bereits erwartete „Lehrstunde“.  Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Roller Bulls Ostbelgien von diesem abenteuerlichen Erlebnis nicht aus der Bahn werfen lassen und entsprechende taktische Lehren ziehen. Nach dem Pokal-Intermezzo am kommenden Wochenende steht für die Veithen-Truppe mit Lahn-Dill ein weiterer harter Brocken auf dem Programm, bevor dann am 24. November das für den entbrannten Abstiegskampf besonders wichtige Spiel gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden vor heimischer Kulisse steigen wird.  Auf dieses Spiel müsse der Fokus gelegt werden um sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen zu können. (Quelle: Grenzecho/gh)

Die Zwischenstände:

1.Viertel  30:8
2.Viertel 56:16 (26:8)
3.Viertel 87:20 (31:4)
4.Viertel 117:30 (30:10)
Endstand: 117:30

Es spielten und trafen:

Thuringia Bulls: Jake Williams (14), Raimund Beginskis (7), Vahid Azad (29), Karlis Podnieks, Jitske Visser, Matt Scott (12), André Bienek (12), Jens Albrecht (10), Teemu Partanen (6), Alex Halouski (27).


Roller Bulls Ostbelgien: Nazif Comor (6), Philippe Minten (5), Robby Hulsmans (2), Quoc Binh Pho, Ternce Edja Wato (2), Mounir Moujoud (4), Bart Nulens (5), David Offermann (4), Lorenzo Boterberg (4), Stefan Veithen

Als kleiner Vergleich um die Stärke der Thuringia Bulls zu verdeutlichen: die Trierer Dolphins unterlagen vor zwei Wochen vor heimischem Publikum ähnlich deutlich mit 54:103. Gegen die Bullen aus Thüringen scheint in dieser Saison demnach kein Kraut gewachsen.