Ostbelgien

DG lädt zum Gipfeltreffen

ROLLER BULLS OSTBELGIEN     -    ROLLING CHOCOLATE HEIDELBERG (Sa. 19.30 Uhr)

Spitzenspiel der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga am Samstag um 19.30 Uhr im SFZ St.Vith - Veranstaltung im Rahmen des „Tages der Deutschsprachigen Gemeinschaft“

Die Roller Bulls Ostbelgien empfangen am Samstag die Rolling Chocolates aus Heidelberg zum Spitzenspiel.  Die Rolling Chocolates bestechen in dieser Saison durch konstante Leistungen und hohe Treffsicherheit.  Das Gipfeltreffen mit dem Hochball um 19.30 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum St.Vith birgt hinsichtlich der Titelfrage sicherlich einen vorentscheidenden Charakter, können doch beide Teams mit einem Sieg den alleinigen Spitzenplatz erobern.  Das Heimspiel gegen die Rolling Chocolates steht zudem unter der Prämisse des „Tages der Deutschsprachigen Gemeinschaft“. Der DRS-Pokal kann als willkommene Vorbereitung auf dieses Spitzenspiel bezeichnet werden.  

Neuer Schwung durch Pokal-Viertelfinaleinzug

Dies bemerkte auch Bulls-Coach Stefan Veithen, der überglücklich aus Wiesbaden heimkehrte und sich nun auf das Viertelfinale gegen den wohl besten Klub Europas, die Thuringia Bulls, am 16. Dezember freuen kann: „Ja, wir haben uns in Wiesbaden gegen Salzburg und die Rhinos sehr gut behaupten können, wenngleich wir phasenweise erneut den Spielfluss vermissen ließen.  Unser größtes Problem seit Jahren ist es, dass wir unsere Spielweise stets dem Gegner anpassen.  Dadurch geraten wir mitunter in die Bredouille.  Doch über Kampf und Einsatzbereitschaft sowie unsere tolle Physis haben wir beide Gegner - am Ende sogar mitunter deutlich - bezwungen.  Diese positiven Momente müssen wir unbedingt auf das Spitzenspiel gegen Heidelberg übertragen.“   

Reaktion nach Pokal-Aus?

Für die Rolling Chocolates aus Heidelberg mit Coach-Amazone Christa Weber verlief das vergangene Pokalwochenende alles andere als zufriedenstellend.  Trotz eines Siegs gegen die Sabres aus Ulm mussten sich die Chocolates den Skywheelers knapp geschlagen geben.  „Ja, es ist eine sehr bittere Niederlage, denn wir hätten gerne eine Runde weiter im Pokal mitgemischt.  Doch haben wir einfach zu viel liegen lassen, so dass wir uns an die eigene Nase fassen und versuchen müssen, die gemachten Fehler gegen die favorisierten ostbelgischen Bullen möglichst zu vermeiden.“  Vielleicht kommt es jetzt bei den Heidelbergern zum „Jetzt-erst-recht“-Stimmungsbild, das mitunter neue Kräfte freisetzen kann.  Dass es einen Kampf auf absoluter Augenhöhe geben wird, geht vor allem aus den bisherigen Spielstatistiken hervor.  Die Roller Bulls Ostbelgien liegen bei gleicher Punktzahl lediglich aufgrund einer besseren Korbdifferenz auf dem ersten Platz der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Süd.  

Nazif Comor vs Ralf Schwarz: Kampf um die Scorer-Krone

Erstaunlich in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass sowohl die beiden Offensiven als auch die beiden Defensiven praktisch gleiche Werte aufweisen.  Bei der Analyse der Topscorer ist Ähnliches festzustellen: Nazif Comor, der Bulls-Hüne, brachte bislang 100 Punkte ans Brett, während der Chocolate-Topscorer Ralf Schwarz lediglich einen Punkt weniger verbucht.  Beide Akteure liegen bei einem Durchschnittswert von 25 Punkten pro Spiel in der aktuellen Top-Scoret-Liste in Führung, während nach dem Dritten, dem Lahn-Dill-Skywheeler Tim Diederich (97 Punkte) bereits ein 20-Punkte-Abstand klafft. Gefährlich kann es für die Roller Bulls Ostbelgien auch bei Freiwürfen werden, verfügen die Gäste aus Heidelberg doch über treffsichere Schützen: So versenkt Ralf Schwarz 78,3 % aller Freiwürfe, während sein Mannschaftskollege Klaus Weber mit 71% auf dem zweiten Platz liegt.  Bei den Roller Bulls Ostbelgien ist Quoc Binh Pho mit einer 50%-Sicherheit bester Spieler.  Demnach beträgt die Verwandlungsquote beim Heidelberger Team stolze 56,4%, während die Roller Bulls Ostbelgien mit 34,5% die schlechtesten Freiwurfquoten der Serie aufweisen.  „Wir müssen auf jeden Fall dumme Fehler vermeiden, damit nicht zu viele Freiwürfe entschieden werden.  Konzentration und Engagement bei der Defensive sind hierbei gute Stilmittel“, so Stefan Veithen.

Freiwürfe vermeiden

Heidelberg befindet sich in der Phase des Neuaufbaus und konnte mit der ehemaligen Nationaltrainerin und „Grande Dame des deutschen Rollstuhlbasketballs“, Christa Weber, einen wahren Trainerfuchs an Land ziehen.  „Ja, Christa Weber ist eine erfahrene Trainerin, die uns vor zwei Jahren den Aufstieg als sportliche Verantwortliche von Wiesbaden vermiest hat.  Sie kennt die Roller Bulls aus dem Effeff, so dass wir besonders variabel und fintenreich agieren müssen“, bemerkte Stefan Veithen.  Einziger personeller Wermutstropfen dürfte bei den Bulls wohl die Abwesenheit von Mounir Moujoud darstellen. „Mounir rollt für das Nationalteam Marokkos an und bestreitet derzeit in Südafrika den Afrika-Cup, der als Qualifikation für die im kommenden Jahr in Hamburg stattfindenden Weltmeisterschaften gilt.  Eine solche sportliche Chance kann keinem ambitionierten Spieler verwehrt werden“.  Fans von Mounir Moujoud, dem altgedienten Roller Bullen, können die verschiedenen Partien über Internet (https://hosted.wh.geniussports.com/IWBFW/en/) verfolgen.   

Die DG feuert die Bulls an

Das Spitzenspiel steht außerdem im Zeichen des „Tages der DG“ und wird somit sicherlich zu einem wahren Publikumsmagneten.  Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat das Potenzial der Roller Bulls als internationalen Werbebotschafter erkannt und möchte vielen Menschen die Faszination des Rollstuhlbasketballs näher bringen.  In Anwesenheit von Antonios Antoniadis, dem DG-Minsiter für Soziales und Gesundheit, werden mit Sicherheit erneut mehrere Hundert frenetisch feiernde und anfeuernde Fans die Bullen zu Höchstleistungen animieren.  Der Hochball erfolgt am Samstagabend um 19.30 Uhr im SFZ St.Vith.  Das Rahmenprogramm startet derweil bereits um 19 Uhr.