Ostbelgien

Europameisterschaften in Charleroi

Sieg gegen Schweden weckte Hoffnungen

Mit den Bulls in die EM-Division 1


Die Europameisterschaften der Rollstuhlbasketballer starteten am vergangenen Samstag in Charleroi. Ziel der belgischen Nationalmannschaft - die fast ausschließlich aus aktuellen und ehemaligen Spielern der Roller Bulls besteht - ist der Aufstieg in die 1. Division.
Mit von der Partie auch Christoph Paasch, der aus Cupertino in den USA anreiste um das Nationalteam zu verstärken.

Die Auftaktpartie gegen Österreich wurde zu einem Krimi, den die Belgier leider im Fotofinish mit 72:78 verloren. Nach einem eher verkorksten Auftaktviertel lagen die Belgier bereits mit 14:21 zurück; fortan gestaltete das Team von Coach William Guenfissi, der von Bulls-Urgestein Juan Bernal assistiert wird, ausgeglichen. Zur Pause verkürzte Belgien somit auf 30:35. Die zweite Halbzeit wurde zum offenen Schlagabtausch in dem sich kein Team etwas schenkte. Das dritte Viertel ging knapp mit 18:17 zugunsten der Alpen-Roller aus, während im Schlussviertel den mitfiebernden Zuschauern mit 25:25 ein fulminanter Spielabschnitt geboten wurde.
Sam Bader (19 Punkte), Lorenzo Boterberg (16) sowie Arthur Fievet (14 Punkte) wurden beste Treffer des Spiels.


In der zweiten Partie der Europameisterschaften von Charleroi bekam das belgische Team es mit Lettland zu tun. Coach Guenfissi setzte auf Attacke, so dass die Red-Devil-Rollers nach den ersten zehn Minuten bereits mit 26:5 in Führung lagen. Auch das zweite Viertel gestaltete sich einseitig. Zur Pause lagen die Belgier bereits mit 48:14 in Führung, was einer Vorentscheidung gleichkam. Auch die beiden Schlussviertel gestaltete das belgische Team souverän und überlegen, so dass am Ende ein mehr als deutlicher 86:44-Sieg auf der Anzeigetafel des Spirou-Domes in Charleroi aufleuchtete. Lorenzo Boterberg (18), Sam Bader (17) und Christoph Van Houcke (15) trugen sich in die Liste der besten Werfer ein.

Belgien sicherte sich im Mittwochspiel gegen Schweden den zweiten Sieg bei der Heim-EM in Charleroi. Die “Red Devils” begannen die Partie äußerst zielstrebig und lagen nach zehn Minuten bereits deutlich mit 19:10 in Führung. Der zweite Spielabschnitt entwickelte sich zur Defensiv-Schlacht, bei der die Lokalhelden jedoch nichts anbrennen ließen und ebenfalls mit einem 10:9 den klaren 29:19-Halbzeitvorsprung klarmachten. Unverständlicherweise fand Belgien nach dem Pausentee nicht zum gewohnten Spiel, so dass die Schweden plötzlich Morgenluft witterten und mit einer tollen Moral zehn Minuten vor dem Spielende auf 40:37 herankamen. Doch das Guenfissi-Team ließ sich nicht beirren und nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit einem 19:14 im Schlussviertel sicherte sich das Team einen viel umjubelten 59:51-Sieg, der die Hoffnung auf einen Aufstieg in die 1. Division weiter schürt. Beste Scorer waren diesmal Tanguy Six (14), Lorenzo Boterberg (12), Sam Bader (12) und Arthur Fievet (12). Am Donnerstagabend trifft das Team auf das Tabellenschlusslicht aus Russland, so dass ein weiterer Sieg fest eingeplant ist. Derweil hofft das Guenfissi-Team auf einen Ausrutscher der “Alpen-Roller” gegen Schweden, was einem Sprung aufs oberste Tabellentreppchen gleichkäme.

Mit Hilfe des folgenden Links können die Fans der Roller Bulls und der Nationalmannschaft die Spiele hautnah und live verfolgen.

www.competitions.iwbf-europe.org