Ostbelgien

Exzellente Teamleistung

Roller Bulls Ostbelgien 47 Thuringia Bulls 101

Die Aussichten auf einen Erfolg gegen den Abonnementmeister und Champions-League-Sieger Thuringia Bulls waren für die St.Vither Rollstuhlbasketballer eher surreal, so dass von Anfang an von Coach Jo Bongaerts „Schadensbegrenzung“ als Ziel vorgegeben wurde.


Nach dem desaströsen Heimspiel gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden verlangten die Zuschauer jedoch gegen die Übermacht aus Thüringen eine deutliche Leistungssteigerung. „Man kann zwar verlieren, aber man muss Einsatz auf dem Parkett zeigen“, erklärte Bulls-Präsident Patrick Josten vor Beginn der Partie. Und diese Vorgabe beherzigten die Roller Bulls Ostbelgien von der ersten bis zur letzten Spielminute. Gleich in den Anfangsminuten wurde deutlich, dass die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer konzentriert zu Werke gingen. Bis zur 4. Minute konnte das Team von Jo Bongaerts durch Treffer eines wie entfesselt aufspielenden Lorenzo Boterberg und einem kaltschnäuzigen Nazif Comor sogar mit den Thuringia Bulls mithalten. (6:5). Erst danach begann die große Show des Thuringia-Kapitäns Aliaksandr Halouski, der quasi aus allen Lagen traf und bis zum Ende des Auftaktviertels für einen souveränen 30:12-Vorsprung für das Team aus Elxleben sorgte. Halouski steuerten diesem ersten Viertel alleine 27 Punkte bei! Die Roller Bulls Ostbelgien ließen sich durch diese fast perfekte Trefferausbeute kaum beirren und spielten beherzt und kämpferisch vorbildhaft mit. Zur Pause lagen die Gäste mit 52:23 in Führung. Nach der Pause wurde die Partie unverständlicherweise hektisch, was David Mattew Scott und Jacob Williams zu zwei technischen Fouls verleitete. Die Trefferquote der Gäste blieb jedoch weiterhin exzellent, so dass die Partie mit einem satten 80:37-Vorsprung in die Finalphase ging. Hier setzten die Roller Bulls Ostbelgien alles daran, um unter der 100er-Gegentreffer-Marke zu bleiben. Erst anderthalb Minuten vor dem Spielende durchbrach Aliaksandr Halouski, der mit insgesamt 41 Punkten auch Top-Scorer der Partie wurde, schließlich diese Punkte-Schallmauer. Am Ende unterlagen die Roller Bulls Ostbelgien zwar mit 101:47, doch die Fans zeigten sich von der Moral und dem Kampfgeist des Teams am Tag der DG hellauf begeistert. So steht einer Revanche gegen Wiesbaden im Pokal am kommenden Wochenende sicherlich nichts im Wege. (Quelle: grenzecho/gh).