Ostbelgien

Finale gegen die Rhinos wird immer wahrscheinlicher

Roller Bulls landen in Lahn-Dill einen ungefährdeten 68:41-Sieg

 

 

 Wetzlar.- Die Bulls-Verantwortlichen sprachen nach der Schwergeburt am vergangenen Samstag gegen die Sabres aus Ulm von einem Schuss vorm Bug zur richtigen Zeit.  Während langer Spielphasen fanden die Bulls in der Vorwoche nicht zu ihrem gewohnten Spiel und versagten auch oftmals unter dem Korb kläglich.  Erst ein Aufbäumen im Schlussviertel brachte die Wende und somit auch den wichtigen Heimsieg gegen Ulm.

 „Aus Fehlern lernen!“, so also das Motto der Bulls, die sich am vergangenen Wochenende auf die Reise nach Wetzlar begaben um gegen die Edelreserve des Abonnementsmeisters Lahn-Dill erneut auf Punktejagd zu gehen. 

 Aus Fehlern lernen

 Der zweite Anzug von Lahn-Dill passt derzeit allerdings nicht so gut, kämpft Coach Daniel Stange doch seit Wochen mit erheblichen Verletzungsproblemen.  Auch gegen die St.Vither Rollstuhlbasketballer stand dem Trainer nur ein sechsköpfiger Rumpfkader zur Verfügung.  So musste Stange kurzfristig auf die verletzten Kai Gerlach, Zacahrias Wittmann und Selina Rausch verzichten, während sich Tristan Paar nach der Geburt eines strammen Sohnes ebenfalls abmeldete.  Ziel war demnach die „Schadensbegrenzung“ gegen den Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten aus St.Vith.  Gleich von Beginn an fanden die Gastgeber aus Lahn-Dill exzellent ins Spiel und gingen sofort durch Annabel Breuer und Christopher Huber mit 4:0 in Führung.  Bulls-Coach Michael Maréchal reagierte unmittelbar und zog mittels Auszeit an verschiedenen taktischen Stellschrauben um die Defensive seines Teams zu stärken. 

 Lahn-Diller Führung bis zur 9. Minute

 Trotz leichter Verbesserungen aufseiten der Roller Bulls spielte Lahn-Dill weiterhin auf absoluter Augenhöhe. Bis zur 9. Spielminute blieben die Gastgeber stets in Führung, bevor die Bulls individuelle Fehler kaltschnäuzig ausnutzten und das Auftaktviertel mit 16:12 für sich entscheiden konnten.  Vor allem die Einwechslung des Bull-Urgesteins Juan Bernal brachte plötzlich neuen Schwung in die Partie.  Er war es auch, der mit viel Dynamik auf dem Platz den 34:22-Halbzeitstand klar machte und somit erstmals einen zweistelligen Vorsprung kreierte.  Nach dem Seitenwechsel spielte der Tabellenführer wie ausgewechselt und ließ den Lahn-Dillern nicht den Hauch einer Chance.  Während rund sieben Minuten im dritten Spielviertel gelang den Gastgebern kein Korb.  Die Bulls-Abwehr stand wie eine Eins und erstickte jedwedes Aufbauspiel des Stange-Teams bereits frühzeitig im Keim. 

 Fulminantes 3. Viertel

 In der 26. Minute lagen die Bulls bereits uneinholbar mit 45:25 in Führung.  Umso erstaunlicher die Tatsache, dass Lahn-Dill trotz dieses enttäuschenden Spielverlaufs nicht aufsteckte und weiterhin auf Schadensbegrenzung setzte.  Die Bulls nutzten hingegen den satten Vorsprung um die gesamte Bank rotieren zu lassen.  Es sei für die anstehenden Aufgaben enorm wichtig, dass alle Spieler entsprechende Spielzeiten bekommen.  Nur so stellen sich laut der Sportverantwortlichen auch Spielpraxis und Spiel entscheidende Automatismen ein. Im Schlussviertel konnte Lahn-Dill das Spiel mit 15:17 deutlich enger gestalten.  Am Ende siegten die Bulls souverän und unangefochten mit 68:41.  Bester Scorer der Partie wurde Christophe Van Houcke, der 15 Punkte verbuchte. Zwischen dem Endspiel am 23. Januar bei den Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gilt es am kommenden Samstag vor heimischem Publikum nur noch die Hürde gegen die zweite Mannschaft der Mainhattan Skywheelers aus Frankfurt zu meistern.

 Die Zwischenstände:

1. Viertel            12:16

2. Viertel            10:18

3. Viertel            4:17

4. Viertel            15:17

Endstand            41:68

 Es spielten und trafen:

 RSV Lahn-Dill II: Christopher Huber (12), Annabel Breuer (10), Nico Dreimüller (8), Marian Kind (8), Sebastian Arras (3), Carsten Crombach. 

 Roller Bulls: Christophe van Houcke (15), Arthur Fievet (10), Philippe Minten (9), Lorenzo Boterberg (8), Mounir Moujoud (8), Jamaa Saadi (8), Juan Bernal (6), Bart Nulens (2), Ralph Huylebroek (2), Stefan Veithen.