Harter Brocken mit Lahn-Dill II

Die Bulls möchten ihren Lauf mit einem weiteren Sieg fortsetzen

n der Bundesliga hatten die Roller Bulls zwar ein spielfreies Wochenende, doch in München stand die erste Runde des Pokals auf der Agenda.  Wenngleich die Roller Bulls diesen Pokal eher als Trainingseinheit ansehen, wollte Stefan Veithen die Gelegenheit nutzen, sein Team für das am Wochenende anstehende Topspiel gegen den Tabellenzweiten aus Lahn-Dill vorzubereiten.

Im Pokal-Auftaktspiel hatten es die Roller Bulls erneut mit dem RBB München zu tun, mit dem man sich in St.Vith zum Saisonbeginn einen packenden Fight lieferte.  Die Partie verlief mit vielen Parallelen, so dass die Bulls perfekt aus den Startlöchern kamen und die erste Halbzeit dominierten.  Mit einem 13-Punkte-Vorsprung gingen die St.Vither Rollstuhlbasketballer schließlich in die Pause.  Nach dem Pausentee waren es allerdings die Gastgeber, die mächtig aufdrehten und sich Punkt für Punkt herankämpften.  Am Ende setzte sich die Cleverness durch, so dass die Bulls mit 69:63 siegten.  Für das Team von Stefan Veithen gab es nach diesem Erfolg keine Verschnaufpause, stand man doch nur eine Viertelstunde später zum zweiten Spiel gegen den letztjährigen Erstliga-Aufsteiger Rhine River Rhinos aus Wiesbaden auf dem Parkett.  Hier mussten sich die Bulls schließlich aufgrund fehlender Konzentration und mangelnder Physis schlussendlich deutlich mit 84:50 geschlagen geben.  „Wir haben sieben Minuten exzellent mithalten können, doch danach waren wir einfach nur platt und konnten nur noch mitspielen und weniger mit gestalten.   Ich war aber dennoch erfreut über die eine oder andere Erkenntnis aus diesem Spiel, die ich dann in die Taktik für die Partie gegen Lahn-Dill II einfließen lassen möchte“, so Bulls Spielertrainer Stefan Veithen.  

Wenngleich der zweite Anzug des deutschen Abonnementmeisters Lahn-Dill gegen die Chocolates aus Heidelberg eine überraschende Niederlage hinnehmen musste, zählt Stefan Veithen die Wetzlarer neben Frankfurt und München zu den absoluten Titelanwärtern.  München und Frankfurt wurden bereits von den Bulls bezwungen, so dass ein weiterer Erfolg gegen die heimstarken Lahn-Diller sicherlich für die sportliche Zukunft der Bulls richtungsweisenden Charakter besäße.  

„Wir müssen aber auf der Hut sein und von Beginn an konzentriert zu Werke gehen.  Schwächephase wie in den vergangenen Spielen in denen wir uns durch Unzulänglichkeiten selbst aus dem Konzept und Spielfluss brachten sollten tunlichst vermieden werden.  Die Lahn-Diller konnten sich in der Zwischensaison verstärken und müssen gefürchtet werden“. Vor allem der Topscorer Nico Dreimüller mit durchschnittlich 20 Treffern pro Spiel muss unbedingt in Schach gehalten werden.  Doch auch Marco Zwerger, Felix Hengst und der Neuzugang Johannes Hengst gelten als starke Mannschaftssäulen der Wetzlarer. 

Stefan Veithen unterstreicht derweil bei den Bulls progressive Verbesserung in den Bereichen Spielaufbau und Taktik.  Vor allem die Defensive konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gefestigt werden.  „Ja, das ist immer mein Hauptaugenmerk, denn was nutzt es 80 Punkte zu erzielen, wenn man am Ende 82 kassiert?  Wir haben trotz des Weggangs von Arthur Fievet und des Wechsels von David Offermann einen sehr ausgeglichenen Mix an Spielern, der es uns erlaubt, jeden Gegner in Schach zu halten.  Die bisherige Quote im Bereich von Gegentreffern geben mir da in gewisser Weise recht.  So kassierten die Bulls bislang 27 Punkte weniger als der Tabellenzweite aus Lahn-Dill.  Es darf also mit einem erneut packenden Spiel gerechnet werden, das die Fans online im Netz verfolgen können.  Entsprechende Links findet man auf der Facebook- oder Webseite der Roller Bulls.   Am 26. November kommt es dann zum nächsten Heimspiel der Bulls gegen den Lahn-Dill-Bezwinger aus Heidelberg.