Ostbelgien

Jetzt erst recht!

Roller Bulls Ostbelgien vs Lahn-Dill-Skywheelers (Sa. 19.30 Uhr SFZ St.Vith)

Mit eher gemischten Gefühlen kehrten die Roller Bulls Ostbelgien am vergangenen Sonntag von ihrem Österreich-Ausflug nach Salzburg in die Heimat zurück.  Nach einem glanzvollen Auftaktspiel am Samstag mit einem 33-Punkte-Vorsprung (44:77) versäumten es die Veithen-Schützlinge am Sonntag ihren Vorsprung in der Tabelle auszubauen.  Sang- und klanglos mussten die Ostbelgier eine 65:55-Niederlage hinnehmen, die alles Positive des Vortags regelrecht zunichte machte. 

Noch kann aber nicht von einem Beinbruch gesprochen werden, da der Widersacher aus Heidelberg durch den knappen Sieg nach Verlängerung gegen die Lahn-Dill-Skywheelers den Punktestand in der Tabelle lediglich ausgleichen konnte. Für die Roller Bulls ist es demnach wichtiger denn je, die am vergangenen Samstag gezeigte Topleistung gegen die aus Sicht von Coach Stefan Veithen stärkste Mannschaft der Serie erneut aufs Parkett zu zaubern.  „Das Fusionsteam ist schon eine Klasse für sich, die derzeit etwas unglücklich in der Meisterschaft agiert und somit auch für mich etwas überraschend mit nur 6 Punkten auf der Habenseite auf dem dritten Tabellenplatz rangiert.  Wir kennen die Spielstärke der einzelnen Akteure und werden demnach auf der Hut sein müssen“, bemerkte Stefan Veithen.  Die Roller Bulls stehen also vor heimischer Kulisse bei den Fans in der Pflicht, eine Tatsache, deren sich alle Akteure bewusst sind.  Auch die Lahn-Dill-Skywheelers stehen ihrerseits in der Pflicht, möchte man doch so schnell wie möglich zur Tabellenspitze aufschließen. Ebenfalls einen herben Rückschlag erlitt das Team von David Amend, als man gegen den Tabellenzweiten aus Heidelberg denkbar knapp und erst nach Verlängerung den Kürzeren zog.  Trotz der Niederlage der Bulls im vorgezogenen Spiel gegen Salzburg zollt das Kooperationsteam aus Weimar und Frankfurt den Ostbelgiern großen Respekt.  Auf der Webseite des Vereins spricht man sogar von „einem ungünstigen Zeitpunkt“ da die Bulls nach dem Ausrutscher wohl auf eine schnelle Wiedergutmachung setzen.  „Gewarnt vor der eigenen Unkonzentriertheit dürften die Hausherren im Hexenkessel von St.Vith am Samstagabend besonders motiviert sein“, so die Aussage.  Doch muss das Amend-Team sein Licht auch nicht unter den Scheffel stellen, besitzt man doch genügend erfahrenes Personal um auch die Bulls in Schwierigkeiten zu bringen. Bereits im Hinspiel gelang es Marian Kind samt Kollegen die Partie weitgehend offen zu gestalten; erst im Schlussviertel musste man sich zu Saisonbeginn in Wetzlar der überragenden Physis der ostbelgischen Bullen mit 70:64 geschlagen geben. „Wir waren damals noch nicht eingespielt und konnten in den vergangenen Begegnungen unsere Leistungskurve stetig steigern.  Daher wird es für die Roller Bulls trotz der tollen und sicherlich beeindruckenden Kulisse wahrlich nicht zu einem Selbstläufer.  Dafür werden wir sorgen“, so die Sportverantwortlichen um David Amend.   In den Reihen der Skywheelers spielt unter anderem kein geringerer als der derzeit drittbeste Topscorer der Serie, Tim Diederich.  Der 4,5-Punkte-Spieler liegt nur einen Punkt hinter dem Zweiten Ralf Schwarz aus Heidelberg (140 Punkte), während Nazif Comor derzeit mit 29 Punkten  (169 Punkte)Vorsprung unangefochten die Topscorerliste anführt.  Es ist demnach Vorsicht geboten, wissen die Gäste doch ebenfalls wo die Reuse hängt.   „Nach dem tollen ersten Spiel gegen Salzburg waren wir in der zweiten Begegnung ein Schatten unserer selbst; Kombinationen fanden nicht statt und selbst einfachste Dinger bekamen wir nicht rein. Den Bonus vom Heidelberg-Spiel haben wir leider wieder verspielt.  Nichtsdestotrotz müssen wir Lehren aus dem Wochenende ziehen.  Wir müssen uns auf die Leistung des Samstagspiels zurückbesinnen, denn dann werden wir kein einziges Spiel mehr verlieren, davon bin ich überzeugt! Das Team hat gemeinsam verloren und auch gemeinsam gewonnen, so dass wir selbstkritisch diese Niederlage analysiert haben und aus gemachten Fehlern Lehren ziehen. Lahn-Dill-Skywheelers ist aus meiner Sicht ein weiteres absolutes Spitzenspiel, denn für mich ist  diese Fusionsmannschaft nach wie vor das beste Team der Serie.  Ich hoffe, dass wir uns auf unsere Stärken zurückbesinnen können um dann mit dem 6. Mann im Rücken die Salzburg-Scharte auszuwetzen.  Ich erwarte jedenfalls einen heißen Tanz am Samstag um 19.30 Uhr im Hexenkessel des SFZ St.Vith“, erklärte Stefan Veithen gegenüber unserer Zeitung. Außerdem bezeichnete Veithen das Spitzenspiel als willkommene Vorbereitung auf das mit Spannung erwartete Pokal-Topspiel gegen die Thüringia Bulls am 16. Dezember.  Die Thuringia Bulls gehören sicherlich zu den absoluten Top-Teams der Welt, so dass von den Roller Bulls Ostbelgien absolute Konzentration abverlangt werden wird.  Die Roller-Bulls-Verantwortlichen schalteten zudem auf ihrer Facebook-Seite ein Gewinnspiel, bei dem es einen signierten Basketball zu gewinnen gibt.  Einfach „Liken“ drücken und schon ist man im Lostopf.

Der Hochball erfolgt am Samstag pünktlich um 19,30 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum St.Vith.  Ein Spektakel, das man sich keineswegs entgehen lassen sollte.