Ostbelgien

Leguane waren ein kleiner Happen

Klarer Sieg für die Bulls in München

 

Nach dem perfekten Saisonstart gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden vor heimischem Publikum konnten die Roller Bulls ihr eigenes Ziel vom direkten Aufstieg in das Oberhaus auch in der Ferne untermauern. In München gewannen die „Bulls“ deutlich mit 65:41.

München - Roller Bulls 41:65

Dennoch überließen die Bulls nichts dem Zufall und setzten gleich von Beginn der Partie mit ihrer Starting Five Philippe Minten, Christoph Van Houcke, Bart Nulens, Arthur Fievet und Lorenzo Boterberg auf Schnelligkeit. Die Iguanas, die in der Vorwoche eine herbe Niederlage gegen Ulm hinnehmen mussten, und daraufhin ihren Trainer verloren, zeigten sich von diesem fulminanten Auftakt der ostbelgischen Rollstuhlfahrer sichtlich beeindruckt.

So gelang den Bulls ein schneller 8:0-Vorsprung. Während die Bulls sowohl in der Offensive als auch in der Defensive guten Basketball boten, wirkten die Münchener völlig verkrampft. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Gäste aus St.Vith bereits deutlich mit 16:8 in Führung.

Auch im zweiten Viertel ließ das von Juan Bernal gecoachte Team keinen Zweifel an seiner Überlegenheit und glänzte durch sicheres Kombinationsspiel und hohe Trefferquoten. So konnten die Bulls ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 13 Punkte zum 23:10 in der 14. Minute ausbauen.

Zur Pause lagen die Gäste klar mit 32:19 in Führung. Im in der vergangenen Woche noch beinahe zum Verhängnis gewordenen dritten Spielviertel agierten die Bulls weiterhin energisch und konzentriert und ließen den Münchenern in keiner Phase des Spiel einen Hauch einer Chance.

So ging dieser Spielabschnitt ebenfalls deutlich mit 18:8 an die Bulls, die mit breiter Brust und einer 50:27-Führung befreit und teilweise mit angezogener Handbremse im Finalviertel auftrumpften. Doch auch diese letzten zehn Minuten des Spiels konnten die Bulls mit 15:14 knapp für sich behaupten. Am Ende stand ein deutlicher aber auch in dieser Höhe durchaus verdienter 65:41-Sieg auf der Anzeigetafel in der Halle an der Säbener Straße in München. „Unser erstes Heimspiel hätten wir uns natürlich anders vorgestellt, als mit 24 Punkten zu verlieren. Was gefehlt hat war, dass wir unter dem Strich nur 41 Punkte in der Offence gemacht haben. Alles in allem ein Ergebnis gegen den Top-Favoriten, das wir aber auch defensiv zugelassen haben. Jetzt müssen wir weiter an unseren Fehlern und vor allem an der Offensive mit Nachdruck arbeiten. Denn mit 41 Punkten gewinnt man halt kein Spiel“, zog Münchens Trainer Andreas Ebertz nach der Schlusssirene Resümee.

Gegen die Rolling Chocolate aus Heidelberg erwartet die Bulls eine erste richtungsweisende Bewährungsprobe.

In dieser Form zeichnet sich das ausgesprochene Saisonziel des direkten Wiederaufstiegs für die Bulls immer klarer ab. Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr wird dann Coach Michael Maréchal die Leitung nach seinen Flitterwochen übernehmen. Das Interim-Duo um Juan Bernal und Stefan Veithen haben jedenfalls gute Vorarbeit geleistet und überreichen ihrem Headcoach vier Punkte im Kampf um den Aufstieg.

Gegen die Rolling Chocolate aus Heidelberg erwartet die Bulls eine erste richtungsweisende Bewährungsprobe, konnten die Heidelberger doch ebenfalls zwei Siege einfahren und liegen in der Tabelle aufgrund der besseren Punktedifferenz vor den Bulls auf dem ersten Platz. Im zweiten Saisonspiel besiegten die Heidelberger die starke zweite Garnitur des Abonnementmeisters Lahn-Dill knapp mit 44:41.

RBB Iguanas München: Wolfgang Böhme (3), MarkusHaberkorn (5), Gabriel Robl (6), Benjamin Ryklin (5), Laura Fürst, Johanna Welin, Eric Zinke (9), Florian Mach (13), Andreas Schaffer, Ulrich Schmölz.

Roller Bulls: Philippe Minten (4), Christoph Van Houcke (16), Juan Bernal, Bart Nulens (4), Arthur Fievet (12), Jamaa Saadi (8), Ralph Huylebroek (2), Lorenzo Boterberg (19)