Ostbelgien

Roller Bulls erstürmen die Tabellenspitze

Lux Rollers 34 Roller Bulls 84

Die Lux Rollers Luxemburg haben nach einigen Titeln in der Regionalliga die Entscheidung gefällt, sich auf das Abenteuer „2. Bundesliga“ einzulassen. Derzeit zahlt das Team von Coach Philipp Wosny allerdings Lehrgeld, liegt man doch in der Tabelle sieglos auf dem letzten Tabellenrang.  Auch gegen die Roller Bulls Ostbelgien bekamen die Luxemburger kein Rad auf dem Boden und unterlagen am Ende deutlich mit 34:84.  


Als klarer Favorit startete das Team von Stefan Veithen in die Partie. Erfreulich hierbei sicherlich die Tatsache, dass die Bulls von einem ca. 30-köpfigen Fantross begleitet wurde, der den Abstecher ins „Ländchen“ nicht scheute.  Luxemburgs Chris Peters nutzte den Gewinn des Hochballs sofort zur 2:0-Führung für Luxemburg, doch die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer ließen sich keineswegs beirren und präsentierten sich fortan souverän.  Jamaa Saadi, Quoc Binh Pho, Philippe Minten und natürlich Hüne Nazif Comor trafen in dieser Anfangsphase nach Belieben.  Erstaunlich sicherlich auch das große Selbstbewusstsein der Gastgeber, die bis zur Hälfte des Auftaktviertels eifrig punkteten und somit die Partie offen hielten.  Hier trugen sich Chris Peters und Philippe Faber in die Scorerliste ein.  

Bulls gnadenlos

Gegen Ende des ersten Viertels legten die Bulls allerdings einen Zwischenspurt ein und sorgten durch Treffer von Bart Nulens, Philippe Minten, Jamaa Saadi und Nazif Comor für ein vorentscheidendes 22:7-Break.   Im zweiten Spielabschnitt taktierte Stefan Veithen mit Bart Nullens, Terence Edja-Wato, Davy Bukkers, Jamaa Saadi und Nazif Comor, sicherlich auch bereits im Hinblick auf das in zwei Wochen steigende Gipfeltreffen im SFZ gegen den direkten Tabellennachbarn Rolling Chocolate aus Heidelberg.  Hier konnte Nazif Comor sofort perfekt in Szene gesetzt werden und baute den Vorsprung auf 28:7 aus.  Die Lux Rollers wirkten gegen das offensive Pressing der Bulls machtlos und fanden kaum den Weg zum gegnerischen Korb.  So netzte Raymond Schintgen erst nach vier Minuten erstmals für sein Team ein, während den Lux Rollers im gesamten zweiten Viertel nur 5 Punkte gelangen.  Nulens und Comor drückten weiter auf die Tube und schraubten das Ergebnis zur Pause auf 39:12. 

27-Punkte-Führung zur Pause

Im Gefühl  des sicheren Sieges ließen es die Bulls nach dem Pausentee gemütlicher angehen, doch die Kombinationsbereitschaft offenbarte ein Höchstmaß an Freude und Spaß am Spiel.  Stefan Veithen nahm die Gelegenheit wahr, kräftig zu rotieren und die verschiedenen taktischen Kombinationen zu testen.  Überragender Werfer bei den Bulls blieb derweil Nazif Comor, der dem Bulls-Spiel durch seine Sicherheit und Ruhe einen besonderen Stempel aufdrückt.  Vor dem Finalviertel lagen die Bulls schließlich deutlich mit 43 Punkten Vorsprung in Führung (23:68).  Im vierten Spielabschnitt wusste das Veithen-Team locker zu begeistern und verwaltete sicher die eigene Führung.  Am Ende stand mit dem 84:34 ein in allen Belangen verdienter Auswärtserfolg für die Roller Bulls Ostbelgien auf der Anzeigetafel der schmucken Halle des Rehacenters auf Kirchberg in Luxemburg.  Eine tolle Partie, die von Fairness, Kollegialität und Spielfreude geprägt war.  Die Bulls konnten in der Punktedifferenz 50 Pluspunkte verbuchen und überflügelten somit den Widersacher der Rolling Chocolate aus Heidelberg um nunmehr 12 Punkte.  „Das ist zwar nur eine Momentaufnahme, kann aber unserer eigenen Motivation nur gut tun“, bemerkte Stefan Veithen.  Das Spitzenspiel findet am 18. November um 19.30 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum in St.Vith statt. 

Die Ergebnisse

1. Viertel 7:22

2. Viertel 5:17 (12:39)

3. Viertel 11:27 (23:66)

4. Viertel 11:18 (34:84)

Es spielten und trafen:

Lux Rollers Luxemburg: Werner Kautz (2), Jörg Antoine (2), Raymond Schintgen (4), Philippe Faber (6), Chris Peters (10), Niklas Krimmlingen (0), Philipp Wosny (10), Paolo Soeiro (0), Christiane Schmitt (0)

Roller Bulls Ostbelgien: Mounir Moujoud (0), Philipp Minten (10), Jamaa Saadi (10), Pho Quoc Binh (5), Terence Edja Wato (14), Nazif Comor (35), Stefan Veithen (0), Robby Hulsmans (0), Bart Nullens (10), Davy Bukkers (0).