Roller Bulls wollen das große Finale

Heimspiel gegen Frankfurt

Mit einer blütenweißen Weste thront der Absteiger aus St.Vith auf dem ersten Platz der 2. Bundesliga Süd. Lediglich die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden können derzeit noch mit den Bulls Schritt halten, sodass das Rückspiel am 23. Januar in Wiesbaden sicherlich finalen Charakter haben wird.

Nach der durchwachsenen Heimvorstellung gegen die Sabres aus Ulm vor zwei Wochen konnte sich das Team von Michael Maréchal am vergangenen Wochenende gegen die zweite Garnitur des deutschen Abonnementsmeisters Lahn-Dill behaupten. Trotz diverser personeller Engpässe bei den Gegnern ließ das Team von Michael Maréchal keinen Zweifel an seiner momentan exzellenten Verfassung.

„Gegen Ulm waren mir in der zweiten Halbzeit taktisch die Hände gebunden.“ 

Auch die Treffsicherheit kehrte nach den verkorksten Spielvierteln gegen Ulm wieder zurück. Basketball sei halt eine Kopfsache, sodass die kleinsten Details schon dafür sorgen können, dass der Ball vom Kreis abspringe oder durch den Korb flutsche, so die Einschätzung des Trainers. Gegen Lahn-Dill II konnten die Bulls zudem das gesamte Team ständig rotieren lassen. „Gegen Ulm waren mir in der zweiten Halbzeit taktisch die Hände gebunden, sodass ich leider nicht auf meine Bank zurückgreifen konnte. Das tat mir auch leid, da sich alle meine Spieler gleichermaßen während des Trainings zerreißen und Spielminuten ja bekanntlich auch den Lohn für diese Trainingsstrapazen darstellen“, so Bulls-Trainer Maréchal.

Auch die Treffsicherheit der Bulls kehrte zurück. 

„Gegen Lahn-Dill konnte das gesamte Team schließlich eingesetzt werden und Spielpraxis sammeln. Das wird mir im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der Mainhattan Skywheelers aus Frankfurt viele taktische Möglichkeiten und Variationen bescheren“, so Maréchal weiter.

Dass auch dieses Spiel gegen die derzeit mit 6:4-Punkten auf dem vierten Platz rangierenden Mainhattan Skywheelers nicht zu einem Selbstläufer werden wird, zeigte die Partie gegen Ulm. Im Basketball gebe es halt keine Möglichkeit, sich mal während eines Viertels zu entspannen. „Wir waren vor dem Spiel gegen Ulm doch recht selbstsicher. Dann aber hatten wir Schwierigkeiten mit der taktischen Umsetzung, während sich dann parallel dazu auch noch Wurfpech einstellte.

Diese beiden Faktoren machten uns teilweise nervös und brachten uns phasenweise aus dem Konzept. Das war meiner Meinung nach für den weiteren Saisonverlauf der wichtige Schlag vor dem Bug zum absolut richtigen Zeitpunkt. Gegen Frankfurt werden wir versuchen, unsere Erfolgsserie entsprechend fortzuführen“, meinte Stefan Veithen. Frankfurt setzte sich am vergangenen Spieltag überraschend mit 56:50 gegen die Sabres aus Ulm durch. So werden mit Sicherheit „alte Bekannte“ aus der ersten Liga am heutigen Samstagabend im Sport- und Freizeitzentrum auflaufen, um den Bulls das Leben schwer zu machen. Schillernde Namen sind hierbei Johannes Hengst, Sebastian Arnold und Lars Lehmann. Johannes Hengst ist beispielsweise nach Lorenzo Boterberg und Wiesbadens Oliver Hoffmann drittbester Scorer der Liga. Die taktische Disziplin verdeutlicht sich in der Foulstatistik. Während die Bulls als aggressives und kampfbetontes Team in dieser Statistik auf dem vorletzten Platz rangiert, zählen die Frankfurter zu den fairsten Mannschaften der Serie. Bemerkenswert sicherlich auch die Trefferquote bei Freiwürfen. Hier lassen die Bulls laut Trainer noch viel zu viele Punkte liegen. Während die Bulls hier eine durchschnittliche Erfolgsquote von 40,6 Prozent aufweisen, finden bei den Mainhattan Skywheelers knapp 60 Prozent der Freiwürfe den Weg in den Korb. Im Fernduell empfangen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden den Tabellendritten aus Heidelberg. Auch in dieser Partie steht einiges auf dem Spiel, möchten die Heidelberger durch einen Sieg doch wieder den Kontakt zu den Führenden herstellen. Somit scheint alles für ein packendes Heimspiel bereitet, die Fans dürfen sich jedenfalls auf beste sportliche Unterhaltung am heutigen Abend freuen.