Ostbelgien

Roller Bulls zeigte in Salzburg seine zwei Gesichter

RSV BASKET SALZBURG ROLLER BULLS OSTBELGIEN 44:77 & 65:55

Die Roller Bulls Ostbelgien starteten am Wochenende ins Salzburger Land, um dort gegen den RSV Basket Salzburg ein Doppelspielwochenende zu bestreiten. Die Teams teilten sich die Punkte.

 

Beide Teams hatten sich bereits im Vorfeld auf diesen Modus Operandi verständigt, um die Anfahrtsstrapazen für die Rollstuhlakteure aus Ostbelgien zu minimieren. Es handelte sich am Samstag bereits um das dritte Aufeinandertreffen beider Kontrahenten; bislang behielten die Roller Bulls Ostbelgien stets die Oberhand (Saison und Pokal).

Im ersten Spiel gegen die Salzburger ließen die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen. Trotz kurzer Vorbereitungszeit brachten Philippe Minten und Bart Nulens die Bulls schnell mit 5:0 in Führung. Salzburg stellte sich jedoch verbissen und energisch dagegen und wusste das Spiel zwischenzeitlich durch Treffer von Tucek, Wibmer und Destani ausgeglichen zu gestalten. So schrumpfte der Bulls-Vorsprung auf einen Punkt zusammen. Erst im Schlussspurt setzten Bart Nulens und Jamaa Saadi weitere Akzente und sorgten für die 19:12-Führung nach dem Auftaktviertel. Auch im zweiten Viertel zeigten die Bulls ihre Klasse und bauten zusehends ihren Vorsprung aus. Zur Pause lagen die Gäste somit mit 41:27 deutlich in Führung. Die Gastgeber versuchten nach dem Seitenwechsel, das Blatt zwar noch zu wenden, doch die Roller Bulls spielten taktisch klug und ließen nichts anbrennen. Mit einem 22:12-Zwischenergebnis im dritten Viertel wusste das VeithenTeam seinen Vorsprung auf 63:39 auszubauen. Es folgte eine völlige Resignation der Salzburger, die nach einem 14:5-Schlussviertel deutlich mit 77:44 untergingen.

Der Sonntag sollte hingegen unter einem völlig anderen Stern stehen. Die Salzburger schienen sich, auf die Bulls besser eingestellt zu haben, und gestalteten das Auftaktviertel des zweiten Spiels ausgeglichen.

Dies lag aber auch daran, dass die Bulls ein Schatten ihrer selbst waren und taktisch große Mängel aufwiesen, die das Team von Walter Pfaller kaltschnäuzig zu nutzen wusste. Trotzdem verbuchten die Roller Bulls nach den ersten zehn Minuten eine 15:13-Führung. Es folgte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem vor allem die Platzherren unter dem gegnerischen Korb zu überzeugen wussten, Solo Banjac, Conny Wibmer und auch Petr Tucek sorgten für Spannung pur. Plötzlich aber verloren die Roller Bulls noch mehr den Faden, sodass Salzburg durch Petr Tucek, Ludwig Malter, Michel Polacek und Solo Banjac bis zur Pause auf 31:24 davonzog. Die Roller Bulls schienen in dieser Schlussphase des zweiten Viertels von allen guten Basketballgeistern verlassen zu sein und überließen der Pfaller-Truppe praktisch kampflos das Kommando.

Auch nach dem Pausentee und einer taktischen Neujustierung wurde die Spielanlage der Bulls nicht wesentlich besser. Im Gegenteil, unter dem Korb versagten die Ostbelgier kläglich, sodass in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels lediglich vier Punkte erzielt wurden. Salzburg hingegen baute den Vorsprung konsequent aus, sodass zwischenzeitlich ein 15-Punkte-Vorsprung auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Trotz aller Änderungen fanden die Bulls nicht in ihr gewohntes Spiel zurück. Vor dem Schlussviertel lagen die Bulls mit zehn Punkten zurück, 45:35. Auch das letzte Viertel sollte kaum Besserung für die Gäste bringen. Salzburg spielte geschickt und verteidigte souverän seine Führung bis zum Abpfiff, 65:55.

RSV Basket Salzburg:

Samstag: Slobo Banjac (2), Conny Wibmer (12), Avdija Destani (8), Michel Polacek (4), Petr Tucek (5), Ludwig Malter (8), Walter Pfaller (5), Radim Reichel, Moshtaq Safi/Sonntag: Slobo Banjac (12), Conny Wibmer (8), Avdija Destani (5), Michel Polacek (8), Petr Tucek (10), Ludwig Malter (16), Walter Pfaller, Radim Reichel (6), Moshtaq Safi

Roller Bulls Ostbelgien:

Samstag: Bart Nulens (12), Jamaa Saadi (13), Nazif Comor (31), Philippe Minten (7), Quoc Binh Pho (2), Davy Bukkers (2), Stefan Veithen, Terence Edja Wato (10), Roby Hulsmans/Sonntag: Bart Nulens (4), Jamaa Saadi (12), Nazif Comor (20), Philippe Minten (4), Quoc Binh Pho (4), Davy Bukkers (2), Stefan Veithen (2), Terence Edja Wato (7), Roby Hulsmans