Spieler im Blickpunkt - Juan Bernal

Die "spanische Wunderwaffe" der Bulls

  • Geboren am 16. Dezember 1958
  • Wohnt mit seiner Gattin und seinen sieben Kindern in Mons-lez-Liège
  • Ausbildung als Elektroniker
  • Arbeitet als Orthopädist/Bandagist und Handelsvertreter für Spezialgerätschaften für Behinderte

 

Wie sind Sie zu dem Handicap gekommen?

 

Juan Bernal: Ich erkrankte im Alter von zwei Jahren an Kinderlähmung.  Seitdem trage ich mein Handicap.

 

Wie kamen Sie zum Rollstuhlbasketball?

 

Juan Bernal: Rein zufällig durch einen Freund.  Ich war 20 Jahre alt und suchte nach einer passenden Sportart.  Von Beginn an war ich vom Rollstuhlbasketball begeistert und wurde damals noch in Lüttich zu einem „Roller Bull“.  Seitdem habe ich schon einiges gemacht, aber Basketball ist und bleibt mein Lieblingssport.  Ich kenne keine andere so unserem Handicap angepasste Sportart.

 

Weshalb die Roller Bulls?

 

Juan Bernal: Es ist mein erster Klub und auch gleichsam meine sportliche Liebe.  Nach einigen Jahren bei den Ur-Roller-Bulls in Lüttich transferierte ich nach Charleroi, Brügge und Overijse.  Auch heuerte ich einige Zeit in Italien an.  Doch die schöne Zeit mit meinen Freunden aus Lüttich blieb für mich die schönste, so dass ich auch nicht lange zögerte, als meine alten Kameraden Marc Jonniaux, Frederic Roloux, Mounir Moujoud, Christoph Paasch und Stefan Veithen bei mir anklopften und fragten, dem neu gegründeten Roller Bulls-Klub in St.Vith beizutreten. 

 

Haben Sie noch andere Hobbys?

 

Juan Bernal: Die Roller Bulls nehmen natürlich wie auch bei meinen Kollegen im Team eine Menge Zeit in Anspruch.  So sind wir wöchentlich für Trainings auf Achse und spielen am Wochenende dann gegen deutsche Spitzenklubs.  Vor allem die Fahrten zu den Trainings und zu den Spielen nehmen viel Zeit in Anspruch.  Daher habe ich auch nur noch ein anderes Hobby neben dem Basketball, nämlich meine Familie.

 

Was wünschen Sie sich sportlich für die Zukunft?

 

Juan Bernal: Ich hoffe, dass die Roller Bulls den vor einigen Jahren eingeschlagenen Weg auch in Zukunft fortsetzen können und das Top-Level des nationalen Rollstuhlbasketballs bilden.  Der Klassenerhalt ist ein kurzfristiges Ziel, während der weitere Aufbau des Teams mit einigen Verstärkungen sicherlich als mittel- und langfristige Ziele anzusehen sind.  Die Struktur hier in St.Vith ist nahezu perfekt und hat schon semiprofessionelle Züge.  Auch wünsche ich mir für die Zukunft, dass die Klubverantwortlichen auch weiterhin verlässliche Partner und Sponsoren wie beispielsweise die Faymonville AG mit ins Boot nehmen können, so dass es uns möglich bleiben wird, in der deutschen Bundesliga und somit auch auf europäischem Topniveau erfolgreich mitzumischen.  Auch hoffe ich darauf, dass uns der „freundschaftlich.-kameradschaftliche“ Charakter unseres Amateurteams erhalten bleibt. (Quelle: Gerd Hennen, GrenzEcho)