Spieler im Blickpunkt - Ralph Huylebroeck

"Wir werden das schaffen!"

  • Geboren am 29. März 1980 
  • Wohnt mit seiner Gattin Ei und Töchterchen Team in Bambrugge in der Nähe von Erpe-Mere
  • Ausbildung als A2-Holztechniker. 
  • Arbeitete bis zu seinem Unfall als selbständiger Schreiner im elterlichen Betrieb.  Nach dem Unfall versuchte er sich in verschiedenen Bereichen und arbeitet derzeit nach einer Umschulung zum PHP-Entwickler als „Freelance Webdesigner“.

 

 

Wie sind Sie zu dem Handicap gekommen?

 

Ralph Huylebroeck: Ich hatte einen schweren Autounfall und erlitt dabei eine Querschnittslähmung.

 

Wie kamen Sie zum Rollstuhlbasketball?

 

Ralph Huylebroeck: Ich habe 2002 mit dem Rollstuhlbasketball angefangen.  Mein Ziehvater war hierbei Dirk Vlassenroot,.  Dirk ist selbst querschnittsgelähmt und am Rollstuhl gefesselt, zeichnet sich aber als begeisterter Sportler aus.  Er war es, der mich dazu ermunterte eine Vielzahl an Sportarten für mich auszuprobieren.  In dieser Zeit bin ich Rad und Ski gefahren, bin enorm viel geschwommen und habe auch für den Triathlon trainiert. Schlussendlich habe ich dann auch den Basketball für mich entdeckt.  Mein erstes Team waren die Feniks aus Dendermonde.

 

Weshalb die Roller Bulls?

 

Ralph Huylebroeck: In Belgien sind die Roller Bulls eine große Hausnummer.  Eine lange Zeit bildete der Klub quasi die Nationalmannschaft, so dass wir mit großer Hochachtung zu den Bulls hochschauten.  Als nun die Entscheidung vor einigen Jahren fiel, dass die Roller Bulls in der Deutschen Bundesliga mitspielten, wurde es in der nationalen Liga ziemlich langweilig.  Ich suchte demnach nach neuen sportlichen Herausforderungen und klopfte bei den Bulls an.  Mich reizte es, in der Bundesliga, einer der wohl besten Liegen im Rollstuhlbasketball überhaupt, zu spielen.  Auch kannte ich bereits viele Spieler von früher, so dass die Hemmschwelle eigentlich klein war.  

 

Haben Sie noch andere Hobbys?

 

Ralph Huylebroeck: Die Roller Bulls nehmen mich ganz in Beschlag.  Wir trainieren mehrmals in der Woche und auch die Ausfahrten sind nicht ganz ohne, führen sie uns doch quer durch ganz Deutschland.  Allerdings macht das tolle Niveau der Bundesliga auch riesigen Spaß.  Nichtsdestotrotz versuche ich auch weiterhin meine anderen Sportarten auszuüben.  Das gelingt nicht immer, aber für eine Partie Schach bleibt dann doch abends noch etwas Zeit. 

 

Was wünschen Sie sich sportlich für die Zukunft?

 

Ralph Huylebroeck: Ich hoffe, dass wir mit den Roller Bulls die Klasse halten werden und dann im kommenden Jahr eine ähnlich starke Meisterschaft spielen.  Wir werden es schaffen!  Des weiteren wünsche und hoffe ich, dass meine Familie und auch ich gesund bleiben.