Ostbelgien

Tapfere Bulls unterlagen Münchener Leguanen

Roller Bulls Ostbelgien 61 RBB Iguanas München 72

 

Im Abstiegsduell standen sich am Sonntagnachmittag die beiden Teams der Roller Bulls Ostbelgien und der Iguanas München gegenüber. Für die bislang punktlosen ostbelgischen Rollstuhlbasketballer eine Gelegenheit sich gegen die Bayern vom Tabellenende zu lösen.

Bereits in der vergangenen Saison gelang den Bulls gegen die Münchener Leguane ein vielbejubelter Heimsieg, so dass das Team von Jo Bongaerts auf eine Wiederholung dieses Erfolgs setzte. Die Partie begann äußerst temporeich und ausgeglichen. Mit einer knappen 19:18-Führung entschieden die Gäste das erste Viertel zu ihren Gunsten. Im zweiten Spielabschnitt schienen die Roller Bulls zunächst die Spielfäden aus den Händen zu geben. So lag das Team von Iguanas-Coach Benjamin Ryklin zwischenzeitlich mit 25:18 in Führung (14. Minute). Die Bulls fanden aber über Kampf ins Spiel zurück, so dass Mounir Moujoud de. 1-Punkte-Rückstand des Auftaktviertels in der 16. Minute wieder herstellte. Es folgte ein offener Schlagabtausch bei dem sich kein Team etwas schenkte. Patzer bei der Chancenverwertung sorgten allerdings dafür, dass die Gäste zur Pause unter anderem durch einen souverän aufspielenden Tim Robbins mit 34:29 führten. Im dritten Viertel spielten die Bulls zwar stark, kamen aber trotz eigener Treffer durch David Offermann, Lorenzo Boterberg und Bart Nulens nicht so richtig heran. München wahrte den knappen Vorsprung unter anderem durch einige tolle Distanzwürfe. Mit zunehmender Spieldauer machte sich etwas Resignation in den Reihen der Bulls breit, es wurden falsche Entscheidungen getroffen und zu viele, teils klare Chancen nicht genutzt. So lagen die München in der 25. Minute bereits klar mit 10 Punkten Vorsprung (49:39) in Führung. Diese 10-Punkte-Hypothek sollte schwer wiegen, denn trotz Treffer von Nazif Comor und Terence Edja-Wato verwaltete München die Führung souverän. Mit 52:45 bogen die Leguane auf die Zielgerade ein. Die Roller Bulls Ostbelgien versuchten im finalen Viertel nochmals alles, doch Schwächen im Abschluss besiegelten schlussendlich die schmerzliche 61:72-Heimniederlage gegen München. „Toll gekämpft, aber dennoch verloren!“, so das Fazit der Sportverantwortlichen nach der Partie. Das Thema „Klassenerhalt“ ist zunächst einmal in weite Ferne gerückt. Es bedarf nun großen Einfühlungsvermögens von Coach Jo Bongaerts um seine Bulls für die nächsten Partien entsprechend zu motivieren. (Quelle: grenzecho/gh)