Ostbelgien

Tor zur 1. Liga weit aufgestoßen

Rolling Chocolates Heidelberg 54 Roller Bulls Ostbelgien 62

Im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Heidelberg konnten die Roller Bulls Ostbelgien am Samstagabend einen wichtigen Auswärtssieg feiern, der das Tor zur 1. Liga sperrangelweit öffnete. Nun benötigen die Schützlinge von Stefan Veithen nur noch einen Sieg, um aus eigener Kraft den Titel in trockene Tücher zu bringen.

 

Mit großen personellen Nöten reisten die Roller Bulls Ostbelgien am vergangenen Samstagabend nach Heidelberg. Neben Davy Bukkens musste auch Juan Bernal wegen Verletzungen kurzfristig absagen, während Mounir Moujoud und auch Stefan Veithen selbst grippeerkrankt nicht ins Spielgeschehen eingreifen konnten. „Mich hat es voll erwischt, sodass ich mich aufs Coachen beschränkte. Das war schon anstrengend genug“, meinte Stefan Veithen. Trotz, oder vielleicht wegen dieser personellen Engpässe präsentierten sich die Bullen von Beginn an motiviert.

„Ich war nie ernsthaft beunruhigt, dass wir das Spiel aus der Hand geben.“
Bereits im ersten Viertel spielte sich die Mannschaft um Aktivposten Bart Nulens und Nazif Comor regelrecht in einen Rausch und lag nach zehn Minuten deutlich mit 22:10 in Führung. „Ja, wir haben extrem gut in die Partie gefunden. Den Grundstein unseres Sieges legten wir mit Sicherheit in dieser frühen Phase des Spiels“. Sehr früh war Bart Nulens belastet, sodass Stefan Veithen kurzerhand das Team umkrempeln musste.

„Die neue Konstellation hat nicht so gegriffen, während Heidelberg sehr aggressiv agierte und mitunter jenseits des Erlaubten zu Werke ging. Wir ließen uns von der Hektik der Gastgeber glücklicherweise nicht anstecken und spielten weiter unser Spiel. Mit einem 16:16-Gleichstand im zweiten Viertel behielten die Roller Bulls Ostbelgien zur Pause ihren tollen Zwölf-Punkte-Vorsprung (26:38). Nach dem Pausentee setzten die Rolling Chocolates aus Heidelberg alles auf eine Karte. Die Roller Bulls Ostbelgien spielten ihre ganze Routine und Cleverness aus und behielten weitestgehend die Oberhand. „Ich war im Grunde genommen nie ernsthaft beunruhigt, dass wir das Spiel aus der Hand geben könnten. Alle Akteure auf dem Platz wussten, was zu tun war und setzten die taktischen Vorgaben perfekt um“, lobte Stefan Veithen. Vor allem in der Defensive ließen die Bulls nichts anbrennen und erlaubten den Gastgebern lediglich 13 Punkte. „Die Defensive war exzellent, während wir in der Offensive vielleicht die eine oder andere schlechte Entscheidung trafen und somit nur elf Punkte ans Brett brachten.“

So schmolz der Vorsprung vor dem Finalviertel auf zehn Punkte (39:49). Im Schlussviertel ließen die Roller Bulls Ostbelgien ebenfalls nichts anbrennen und verwalteten souverän das Spiel. Zwar konnten die Rolling Chocolates aus Heidelberg dieses letzte Viertel ebenfalls mit 15:11 für sich entscheiden, doch sollte das Team von Manfred Wolf den Tabellenführer aus Ostbelgien nicht mehr in Verlegenheit bringen. Am Ende siegten die Roller Bulls Ostbelgien souverän und haushoch verdient mit 62:54.