Ostbelgien

Verloren, aber toll gekämpft!

BSG Baskets Hamburg 85 Roller Bulls Ostbelgien 52

In der Rolle des Außenseiters traten die Roller Bulls Ostbelgien am vergangenen Wochenende im neuen Teambus ihre Reise in die Elbmetropole Hamburg an.  Gegen die Baskets aus Hamburg wollte das Team von Stefan Veithen spielerische Varianten für die anstehenden „Kellerkracher“ gegen Wiesbaden, Zwickau und Hannover testen und vertiefen.
 
Ohne die weiterhin verletzten Nazif Comor und Quoc Binh Pho setzten die Ostbelgier demnach auf das bewährte Stilmittel des Kampfes. 
 
HSV-Präsident Marcell Jansen
 
Nach einer schnellen Führung durch Mounir Moujoud waren es aber die Hamburger, die vor einer tollen Zuschauerkulisse von 300 lautstarken Fans - darunter auch der neue HSV-Präsident Marcell Jansen - die den Ton angeben sollten.  Vor allem Vasily Kochetkov und der japanische Top-Scorer Reo Fujimoto machten in dieser frühen Phase des Spiels den Unterschied.  Mit einem 10-Punkte-Lauf war es Fujimoto, der nach 4 Minuten bereits die 12:6-Führung klarmachte. Die Roller Bulls Ostbelgien bemühten sich zwar redlich, doch unter dem Korb stellte sich wieder einmal das Wurfpech ein,. Neben Mounir Moujoud konnte in dieser Phase nur noch Lorenzo Boterberg einmal versenken.  In der 7. Minute machte Marcin Balcerowski erstmals den 10-Punkte-Vorsprung klar (18:8).  Diesem sollte das Team von Stefan Veithen fortan lange Zeit hinterherlaufen.  Nach dem ersten Viertel führten die Gastgeber mit 27:16.  Der zweite Spielabschnitt begann mit einer Lehrbuch-Defensive beider Teams, die jegliche Offensivbemühungen bereits im Keim erstickten.  Während rund vier Minuten in diesem zweiten Viertel blieb die Reuse unangetastet.  Erst Asael Yona Shaba brach schließlich in der 14. Minute den Bann.  Während sich die Gäste aus Ostbelgien im Abschluss weiterhin schwer taten, trafen die Hamburger aus allen Lagen.  Zur Pause führten die Gastgeber bereits uneinholbar mit 44:26. 
 
3. Viertel zugunsten der Bulls
 
Die Roller Bulls Ostbelgien ließen sich aber durch diesen Rückstand kaum beirren und spulten ihr Spiel konsequent ab.  Das wurde auch im dritten Viertel nach dem Seitenwechsel entsprechend belohnt.  Robby Hulsmans, Philippe Minten, Bart Nulens, Jamaa Saadi und vor allem Terence Edja-Wato trugen sich in dieser Spielphase in die Scorerliste ein.  Erstaunlich sicherlich, dass dieses dritte Viertel mit 20:19 zugunsten der Gäste aus Ostbelgien endete.  Neben dieser Tatsache war auch die Höhe der Punkte in diesem Viertel für die Zukunft hoffnungsweckend.  Stefan Veithen nutzte die Gunst der Stunde um im Schlussviertel hinsichtlich der anstehenden „Endspiele“ taktisch umzustellen und zu experimentieren. Dies haute aber noch nicht so richtig hin, so dass Hamburg noch einmal richtig aufdrehte und das letzte Viertel deutlich mit 22:6 für sich entschied.  Am Ende ein zwar klarer 85:52-Heimsieg Hamburgs, der aber um einige Punkte zu hoch ausgefallen ist.  Die Roller Bulls Ostbelgien konnten jedenfalls wichtige taktische Erkenntnisse gewinnen und scheinen in Bezug auf Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit bestens für die nahe Zukunft gewappnet.  Einziger Wermutstropfen sicherlich der überraschende Sieg der Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gegen die Rollers aus Zwickau, der die Roller Bulls Ostbelgien auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen ließ. Top-Scorer der Partie wurde der Hamburger Reo Fujimoto mit 31 Punkten vor seinen Teamkameraden Shabo und Kochetkov mit 16, respektive 15 Punkten.  Bei den Roller Bulls Ostbelgien hatte diesmal Mounir Moujoud mit 10 Punkten die Nase vorn. 
 
Die Zwischenstände
 
1.   Viertel 27:16
2.   Viertel 44:26 (17:10)
3.   Viertel 63:46 (19:20)
4.   Viertel 85:52 (22:6)
Endstand 85:52
 
Es spielten und trafen:
 
BSG Baskets Hamburg:Vasily Kochetkov (15), Anne Patzwald (0), Marcin Balcerowski (10), Reo Fujimoto (31), Asael Yona Shaba (16), Alireza Ahmadi (8), Ryan Balaghi (0), Mitsugu Chiwaki (5)
 
Roller Bulls Ostbelgien: Mounir Moujoud (10), Bart Nulens (6), Jamaa Saadi (7), Terence Edja-Wato (9), Lorenzo Boterberg (9), Philippe Minten (4), Stefan Veithen, Robby Hulsmans (5), David Offermann (0), Davy Bukkers (2)
 
Stimme zum Spiel
 
Stefan Veithen, Headcoach der Roller Bulls Ostbelgien:„Auch wenn wir heute verloren haben, konnten wir eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche aufs Parkett bringen.  Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit könnte am Ende unser Trumpf werden.  Das dritte Viertel konnten wir sogar mit 20:19 zu unseren Gunsten entscheiden.  Der Sieg Hamburgs ist etwas zu hoch ausgefallen, da ich im letzten Viertel taktisch komplett umstellte.  Ich wollte verschiedene Automatismen für die anstehenden Kellerduelle vor allem gegen Zwickau und Wiesbaden weiter vertiefen.  Leider ist das in Hamburg noch nicht gelungen, aber wir arbeiten weiter hart daran, unser Spiel für den Gegner „undurchsichtiger“ zu machen.  Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und auch das gesamte Team zeigte sich am Ende stolz und voller Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf.“
 
 
Die nächsten Spiel der Roller Bulls Ostbelgien:
 
9. Februar        Roller Bulls Ostbelgien vs Thuringia Bulls
16. Februar      Roller Bulls Ostbelgien vs Lahn-Dill
23. Februar      Roller Bulls Ostbelgien vs Rhine River Rhinos Wiesbaden
24. Februar      Rollers Zwickau vs Roller Bulls Ostbelgien
2. März             Roller Bulls Ostbelgien vs Hannover United
 
Die weiteren Ergebnisse des Spieltages
 
RBB Iguanas München - Hannover United        83:72
BSC Rollers Zwickau - Rhine River Rhinos        59:66
BG Baskets Hamburg - Roller Bulls Ostbelgien85:52
RBC Köln 99ers - RSV Lahn-Dill                        32:72
RSK Thuringia Bulls - Doneck Dolphins Trier   100:58