Ostbelgien

Weitere deutliche Niederlage für die Roller Bulls Ostbelgien

RSV LAHN-DILL: 90 - ROLLER BULLS OSTBELGIEN: 36

Lahn-Dill.- In der Bundesliga erlebten die ostbelgischen Bullen in den vergangenen Wochen wie zu erwarten war ihr „blaues Wunder“.  Gegen die absoluten Spitzenteams der Thuringia Bulls und des RSV Lahn-Dill, die wahrscheinlich auch in dieser Saison die Meisterschaft und den Pokalfight untereinander ausmachen, waren die Aufsteiger aus Ostbelgien einmal mehr krasser Außenseiter.  Ziel war es demnach den „Schaden in Grenzen“ zu halten, sprich unter der 100er-Punkte-Marke zu bleiben.  Gegen die Thuringia Bulls klappte dies bei der 117:30-Niederlage nicht, so dass das Team um Stefan Veithen in der Generalprobe vor dem Wiesbaden-Spiel gegen den RSV Lahn-Dill auf Besserung setzte. 
 
Erwartungsgemäß behielt der in der Liga bisher ungeschlagene RSV Lahn-Dill auch nach dem siebten Spieltag gegen die Roller Bulls Ostbelgien eine weiße Weste, konnte sich der dreizehnfache Deutsche Meister in eigener Halle souverän und zu keinem Zeitpunkt gefährdet mit 90:36 behaupten.
 
Bulls ohne Boterberg
 
Beeindruckend sicherlich die Tatsache, dass das Profiteam aus Lahn-Dill von der ersten bis zur letzten Sekunde um jeden Ball fightete und die großen Stars durch tolle Statistiken zu begeistern wussten.  Brian Bell, Thomas Böhme und Michael Paye glänzten hier vor allem mit einem lupenreinen „Double-Double“. Im Vorfeld musste Topscorer Lorenzo Boterberg verletzungsbedingt absagen.  Die Roller Bulls Ostbelgien hatten einen exzellenten Start und hielten in den Anfangsminuten der Partie vor rund 950 Zuschauern in der August-Bebel-Sporthalle in Wetzlar noch gut mit.  So lag die Veithen-Truppe nach sechs Minuten lediglich mit 9:8 im Hintertreffen und überzeugte durch erstklassige Defensivarbeit.  Doch der RSV Lahn-Dill zeigte keine Gnade und baute den Vorsprung durch drei schnelle Korberfolge von Jan Gans schnell auf 19:8 aus.  Nach den ersten zehn Minuten lagen die Gastgeber mit 21:10 in Front.  Die Mannschaft des Trainergespanns Janet McLachlan und Günther Mayer trat auch in der Folgezeit selbstbewusst und entschlossen auf und wusste den eigenen Vorsprung stete auszubauen.  Vor allem Center Jan Gans war mit 16 Zählern bis zum Pausentee von den Roller Bulls Ostbelgien nicht zu kontrollieren und auch das Trio Bell, Böhme und Paye brillierte immer wieder durch tolle Einzelleistungen. Zur Pause lagen die Lahn-Diller bereits mit 41:21 in Führung, was einer Vorentscheidung gleichkam.  Nun galt es für die Gäste aus Ostbelgien für Schadensbegrenzung zu sorgen und einen weiteren möglichen 100er-Dämpfer zu vermeiden. 
 
Gnadenloser RSV
 
Wer aber in der August-Bebel-Sporthalle gedacht hatte, der RSV Lahn-Dill werde seinen Vorsprung einfach nur verwalten, sollte sich am vergangenen Samstagabend getäuscht sehen.  Das Team von McLachlan und Mayer erhöhte noch einmal die Schlagzahl und stellte die total überforderten ostbelgischen Roller Bulls vor große Probleme.  Vor allem in der Defensive kannten die Gastgeber kein Pardon und erstickten jegliche Offensivbemühungen der Ostbelgier bereits im Keim. Die Folge waren zahlreiche Steals und Ballverluste zugunsten der Gastgeber, die diese mit eingeleiteten und zum Abschluss gebrachten Fastbreaks im dritten Viertel eindrucksvoll krönten.  Während die Bulls nach ihren Möglichkeiten weiter trafen und in diesem Spielabschnitt ähnlich wie zuvor 11 Punkte ergatterten, brachten die Wetzlaer sage und schreibe 27 Punkte aufs Brett.  Mit einem 68:32-Vorsprung für Lahn-Dill ging es schließlich ins Schlussviertel.   Auch in diesem Spielabschnitt überließen die Gastgeber nichts dem Zufall, hielten das Tempo hoch und organisierten die eigene Defensive energisch und konsequent.  So wurde das Schlussviertel zu einem Showdown der Spitzenmannschaft, die selbst 22 Punkte warf aber auch auf der Gegenseite nur vier Punkte zuließ. Nazif Comor wurde durch die starke Defensive der Lahn-Diller komplett abgemeldet.  Topscorer für die Roller Bulls Ostbelgien wurde Philippe Minten mit 9 Punkten.  Unter dem Strich kann man den Roller Bulls Ostbelgien ein engagiertes Spiel attestieren, das als gelungene Generalprobe für das kommende Wochenende zu bewerten ist. Für beide Seiten war die Partie des siebten Spieltages für die bevorstehende jeweils richtungsweisende Begegnung eine Generalprobe: während die Ostbelgier im direkten Abstiegsduell auf die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden treffen, entbrennt für den RSV Lahn-Dill im Duell zwischen Pokalsieger und Meister gegen die ebenfalls bisher noch ungeschlagenen RSB Thuringia Bulls der ultimative Titelkampf.
Die Roller Bulls Ostbelgien konnten den Top-Teams der 1. Bundesliga jedenfalls zumindest phasenweise Paroli bieten, während man im Pokal eine solide Leistung aufs Parkett brachte.  Hierauf können und sollten die Roller Bulls Ostbelgien aufbauen um das Projekt „Klassenerhalt“ entsprechend positiv anzugehen. 
Am Samstagabend wird der sechste Mann die Bulls im Sport- und Freizeitzentrum in St.Vith sicherlich zu Bestleistungen anfeuern. Der Hochball im SFZ erfolgt pünktlich um 19.30 Uhr. (Quelle: grenzecho/gh)
 
Die Zwischenstände:
1.    Viertel: 21:10
2.    Viertel: 20:11 (41:21)
3.    Viertel: 27:11 (68:32)
4.    Viertel: 22:4 (90:36)
Endstand: 90:36
 
Es spielten und trafen:
 
RSV Lahn-Dill:Brian Bell (21), Thomas Böhme (21), Jan Gans (17), Michael Paye (13/2 Dreier), Philipp Häfeli (7), Hiroaki Kozai (5), Nico Dreimüller (3/1), Kai Möller (3), Annabel Breuer, Christopher Huber, Marian Kind.
 
Roller Bulls Ostbelgien: Philippe Minten (9), Bart Nulens (8), Mounir Moujoud (4), David Offermann (4), Jamaa Saadi (4), Terence Edja Wato (3), Juan Bernal (2), Robby Hulsmans (2), Quoc Binh, Nazif Comor, Stefan Veithen.