Ostbelgien

„Wir können es deutlich besser“

DONECK DOLPHINS TRIER 75 ROLLER BULLS OSTBELGIEN 51

Auch nach dem dritten Spieltag bleiben die Roller Bulls Ostbelgien sieg- und punktlos. Zum Abschluss der „englischen Woche“ unterlagen die ostbelgischen Rollstuhlbasketballer im Derby den Doneck Dolphins aus Trier deutlich mit 75:51.
Die Roller Bulls Ostbelgien warten weiterhin auf den ersten Punktgewinn. | Foto: Gerd Hennen
Die Gastgeber aus Trier, durch einen perfekten Saisonstart mit zwei Siegen moralisch gestärkt, begannen die Partie dynamisch und selbstbewusst, wenngleich die Roller Bulls Ostbelgien anfänglich Paroli boten und mit guten Kombinationen zu glänzen wussten.

So erzielten die Gäste auch für ihre derzeitigen Verhältnisse tolle 16 Punkte im ersten Viertel. Für einen zwischenzeitlichen Erfolg reichte es jedoch leider nicht.

Der Trierer Topscorer Dirk Passiwan vereitelte ein positives Ergebnis der Bulls und steuerte zahlreiche Punkte zum souveränen 28:16-Zwischenergebnis nach den ersten zehn Minuten bei.

Auch in der Folgezeit konnten die Bulls zwar einige Schwächen in der Trierer Defensive ausmachen und Punkte einfahren, doch gegen die Trierer Offensivgewalt mit Dirk Passiwan (34 Punkte und 7 Assists) sowie Diana Dadzite (12 Punkte und 12 Assists) war am Samstag in der Trierer Uni-Halle kein Kraut gewachsen, sodass die Gastgeber den Vorsprung zur Pause auf 17 Punkte (50:33) ausbauen konnten.

Nach dem Pausentee verloren die Roller Bulls Ostbelgien gänzlich den Spielfaden. Hektik, falsche Entscheidungen und auch unnötige Fouls leiteten das Desaster schließlich ein. Trier schaltete derweil einen Gang zurück und generierte souverän und locker die eigene Führung. Im dritten Viertel gelang der Truppe von Jo Bongaerts eine mehr als magere Neun-Punkte-Ausbeute, während Trier weitere 16 Punkte verbuchte (66:42). Im Schlussviertel gelangen beiden Teams lediglich neun Punkte, sodass am Ende ein 75:51 als Endergebnis auf der Anzeigetafel stand.

Mit diesem dritten Sieg in Folge belegen die Trierer den dritten Platz in der aktuellen Bundesliga-Tabelle, während die Roller Bulls Ostbelgien punktlos mit einer hohen negativen Trefferquote die „Rote Laterne“ übernommen haben.

Die Roller Bulls Ostbelgien stehen demnach in den kommenden Wochen, wenn es gegen die sogenannten „Teams auf Augenhöhe“ geht, unter Zugzwang, möchte man den Traum der Erstklassigkeit weiter träumen. Bereits am Sonntag, ab 14 Uhr steht im Heimspiel gegen die Iguanas aus München einiges auf dem Spiel.

Doneck Dolphins Trier: Wright (11 Punkte), Ebertz (2), Rossi (5), Jung (0), Reitenbach (0), Dadzite (12), Passiwan (34), Dorner (9), Doesken (2)

Roller Bulls Ostbelgien: Bukkers (0 Punkte), Boterberg (18), Minten (2), Hulsmans (0), Edja-Wato (9), Nulens (6), Offermann (2), Bernal (0), Moujoud (6), Comor (8)

Stimmen zum Spiel
Dirk Passiwan, Topscorer der Doneck Dolphins Trier: „Wir können nach den drei Siegen innerhalb einer Woche mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein. Nun gilt es, sich während einer normalen Trainingswoche gut zu erholen, bevor wir dann am Samstag das schwere Auswärtsspiel beim RSV Lahn-Dill bestreiten. Der Meister ist ebenfalls mit drei Siegen in die Saison gestartet und liegt in der Tabelle knapp vor uns auf dem zweiten Platz. Wir haben zudem personelle Schwierigkeiten, da uns Diana Dadzite aufgrund ihrer Vorbereitung auf die World Para Athletics Championships in Dubai Anfang November in den nächsten Wochen fehlen wird.“

Stefan Veithen, Roller Bulls Ostbelgien: „Wir haben in der ersten Halbzeit phasenweise guten Basketball geboten, doch gegen Dirk Passiwan und Diana Dadzite fanden wir in der Defensive einfach kein geeignetes Mittel. Dieser Punkteflut in der ersten Halbzeit hatten wir nichts entgegenzusetzen, wenngleich wir mit 33 Punkten durchaus im Soll lagen. Nach der Pause brachen wir vollständig ein. Plötzlich kam Hektik ins Spiel, und wir trafen zu oft falsche Entscheidungen, die Trier kaltschnäuzig nutzte. Jetzt stehen wir ohne Punkte da und müssen auf bessere Zeiten hoffen. Vor allem müssen wir Konstanz in unser Spiel bringen. Wir müssen konzentrierter denn je zu Werke gehen und hierbei hoffe ich, dass wir bereits am Sonntag, um 14 Uhr gegen die Iguanas aus München mit lautstarker Fanunterstützung den ersten Schritt machen können.“ (gh)