Wir müssen auf der Hut sein!

Schwieriges Auswärtsspiel der Bulls am Samstag um 17 Uhr in Frankfurt

Nach dem knappen Auftaktsieg am vergangenen Wochenende gegen die Iguanas aus München trifft das Team von Stefan Veithen heute um 17 Uhr auf die Mainhattan Skywheelers aus Frankfurt, die in ihrem Auftaktspiel gegen die Rolling Chocolates aus Heidelberg einen in dieser Höhe überraschenden 81:45-Auswärts feiern konnten.

Bei der Spielanalyse des Spiels gegen München konnten bei den Bulls einige Defizite aufgedeckt werden, die man im Laufe der Woche bei den Trainingseinheiten ansprach  und für deren Ausmerzung zudem Lösungsstrategien ausgeheckt wurden.  Gegen Frankfurt wird mit Sicherheit nicht eine Halbzeit genügen um den Sieg und die Punkte nach Ostbelgien zu entführen.  „Gegen München haben wir während zehn Minuten ein erstklassiges Spiel aufs Parkett gebracht und legten auch dort das Fundament für unseren Sieg.  Doch was nach der Pause ablief, spottete jeder Beschreibung.  Wir haben alle unsere Tugenden quasi über Bord geworfen und machten dadurch den Gegner, der bereits angezählt war, wieder stark.  Cleverness, Ruhe und Abgeklärtheit wären in dieser Situation die besseren Stilmittel gewesen, um das Spiel etwas stressfreier zu einem guten Ende zu führen“, so Stefan Veithen nach der Partie.  Gegen Frankfurt werden die Bulls sich jedenfalls nicht ähnliche taktischen Blößen erlauben können, handelt es sich doch bei den Skywheelers um ein erfahrenes und eingespieltes Team in dem mit der Kapitänin der deutschen Paralympics-Damen-Mannschaft Marina Mohnen sowie der Skyweeler-Kapitänin Anne Brießmann gleich zwei Silbermedaillen-Gewinnerinnen aus Brasilien auf Korbjagd gehen.  Die Deutlichkeit des Sieges gegen Heidelberg mit 81:45 Punkten verdeutlicht die Treffsicherheit dieser Frankfurter Truppe.

Dennoch haben die Frankfurter großen Respekt vor dem aggressiven Spiel der Roller Bulls, die sich in den vergangenen Jahren – damals noch im Oberhaus des deutschen Rollstuhlbasketballs – stets packende Duelle mit meist hauchdünnem Ausgang in Frankfurt und St.Vith lieferten. Trainerin Lisa Gans wird ihr Team jedenfalls perfekt auf die Bulls einstellen.  Vorteil könnten hier vielleicht die „Neuen“ bei den Bulls sein, die in der deutschen Rollstuhlbasketball-Szene doch eher unbekannt sind.  „Pieter Dries ist sicherlich allen ein Begriff, aber unser neuer Center Nazif Comor ist in Deutschland weniger bekannt.  Diese „Unbekannte“ könnte für uns zwischenzeitlich vielleicht ein taktischer Trumpf sein. Aber wir müssen von Beginn an voll konzentriert sein und dem Gegner unser Spiel aufzwingen.  Schwächephasen wie gegen München sind in Frankfurt nicht erlaubt.  Kein Gegner in der laufenden Meisterschaft wird für uns ein Pappenstiel sein, sodass wir von Woche zu Woche voll motiviert und konzentriert zu Werke gehen müssen“.

Die Frankfurter sind ähnlich wie die Bulls ein physisch starkes Team, so dass mit einem spannenden offenen Schlagabtausch zu rechnen ist.  Die Skywheelers spielen derzeit noch immer in der kleinen Carl-von-Weinberg-Schulhalle im Frankfurter Stadtteil Goldstein. „Aufgrund der begrenzten Zuschauerplätze ist das ein wahrer Hexenkessel, so dass die Stimmung garantiert ist“, so die Aussage des Frankfurter Managements.  Der Hochball erfolgt heute Nachmittag pünktlich um 17 Uhr.  Die Daheimgebliebenen können die Partie live über den Fibalivestats-Dienst verfolgen.  Ein Link hierfür ist auf der Webseite der Rollerbulls unter www.rollerbulls.be eingerichtet. Es heißt also weiterhin die Daumen drücken für die sympathischen ostbelgischen Rollstuhlbasketballer