Ostbelgien

Wir müssen in wichtigen Phasen cleverer sein

Baskets 96 Rahden vs Roller Bulls Ostbelgien (Samstag, 18 Uhr)

Nach der schmerzlichen und vor allem vermeidbaren Niederlage gegen die ersatzgeschwächten Baskets aus Hamburg am vergangenen Samstag, war die Hauptaufgabe von Coach Jo Bongaerts sicherlich sein Team für das Spiel gegen den letztjährigen Aufsteiger aus Rahden am heutigen Samstagabend um 18 Uhr moralisch aufzubauen. 
 
Das Hinspiel früh in der laufenden Saison haben die Roller Bulls Ostbelgien noch ziemlich negativ in Erinnerung, ging man doch vor heimischer Kulisse sang- und klanglos mit 42:70 unter. 
 
Rahden, der Ligaschreck
 
Die Baskets 96 aus Rahden haben sich seither zum Ligaschreck gemausert und bestechen durch konstante Leistungen.  Mit 12 Punkten liegen die Rahdener als Aufsteiger auf dem 4. Platz der Tabelle und visieren somit das Erreichen der Playoffs an.  Grund für diesen sportlichen Aufschwung ist sicherlich die Professionalisierung der Vereinsstruktur und die gezielte personelle Verstärkung mit jungen, hungrigen Talenten.  Zusammen mit erfahrenen Spielern wie Mustafa Korkmaz verfügt Trainer Josef Jaglowski über ein durchschlagkräftiges Team, das sich selbst gegen die Top-Mannschaften der Serie zu behaupten weiß.  „Wenn die Formkurve weiterhin so anhält, scheint die Qualifikation für die Playoffs zum Greifen nahe. Mit einem Erfolg gegen Kellerkind Roller Bulls Ostbelgien würde dieses Traumziel am Samstag ein weiteres, großes Stück näher rücken. Insgeheim haben wir uns das vor der Saison vielleicht schon ein wenig so ausgemalt, denn solche Ziele sollte man sich einfach setzen. Da es jetzt allerdings wirklich immer realistischer wird, müssen wir uns schon hin und wieder mal zwicken“, so Baskets-Präsident Stephan Rehling überaus zufrieden.
 
Baskets 96 haben Playoffs im Visier
 
Die Roller Bulls Ostbelgien treten somit mit gemischten Gefühlen die Reise nach Rahden an.  Vor allem dem hohen Tempo des Aufsteigers haben die Ostbelgier wenig entgegenzusetzen.  Das hat sich bereits im Hinspiel gezeigt, als das Team von Jo Bongaerts im zweiten Viertel durch ein extrem hohes und aggressives Pressing regelrecht überrannt wurde.  Natürlich besitzen die Bulls Außenseiterchancen, denn auch am 2. Spieltag konnten die St.Vither Rollstuhlbasketballer die Partie bis zum Schlussviertel (43:39) eng und spannend gestalten.  Allerdings dürfen sich die Mannen von Jo Bongaerts keinerlei Schwächephasen wie im Hinspiel erlauben, als man im Schlussviertel lediglich drei Punkte erzielte und die Gäste aus Rahden somit davonziehen ließ. 
 
Konstanz und Cleverness gefragt
 
Dieses Problem der Roller Bulls Ostbelgien scheint sich wie ein roter Faden durch die Saison zu ziehen.  In den entscheidenden Phasen des Spiels lassen die Bulls die sonst gewohnte Cleverness und Konzentration vermissen und bauen somit jeden Gegner auf.  Falsche Entscheidungen, ein schloddriger Spielaufbau mit Fehlpässen zuhauf sowie eine mangelhafte Punktausbeute können als Gründe dieser Niederlagen angeführt werden.  Natürlich spielten am vergangenen Wochenende auch die Fehlentscheidungen der Unparteiischen den Gästen aus Hamburg regelrecht in die Karten, aber unter dem Strich wirkten die Gastgeber in den Schlüsselszenen zu naiv.  Der Hochball in Rahden erfolgt am heutigen Samstag um 18 Uhr.  Das Spiel wird live auf
www.sportdeutschland.tv
gestreamt, während die Fans dem Spielverlauf ebenfalls über
www.rollerbulls.be
via LiveStat folgen können.  Am 21. Dezember steigt dann das Derby gegen die Doneck Dolphins aus Trier mit ihrem Top-Scorer Dirk Passiwan. (Quelle:grenzecho/gh)