David OFFERMANN

  • Geboren am 3. Februar 1976
  • Wohnhaft Soumagne
  • Liiert, eine Tochter und ein Sohn
  • Metallarbeiter bei Arcelor-Mittal

 

Wie sind Sie zu dem Handicap gekommen?

Ich hatte einen Verkehrsunfall, als ich beim Radfahren am Mont Ventoux von einem Auto überfahren wurde.  Ich hatte Glück im Unglück, da man mir trotz kompliziertester Frakturen nur ein künstliches Knie einsetzen musste.  Die ersten Diagnosen nach dem Unfall waren ernüchternd, glaubten die Ärzte nicht daran, dass ich jemals wieder laufen könnte.

 

Wie kamen Sie zum Rollstuhlbasketball?

Eigentlich komme ich aus dem Fußgänger-Basketball wo ich in meiner Jugend Erfolge feiern konnte und selbst den Sprung in die D2 schaffte und dort neun Meisterschaften bestritt.  Ich wurde mit St.Louis sogar Meister in der D2 und stand kurz davor Profi zu werden.  Meine Stationen waren Fléron, Jupille, St.Louis, Avernas und Ninane. Nach meinem Unfall hat Juan Bernal mich recht schnell kontaktiert und mir angeboten in den Stuhl zu wechseln.  Doch ich war noch nicht dafür bereit, so dass ich zunächst auf Handbike umsattelte.  Das habe ich dann auch intensiv betrieben und wurde Landesmeister und nahm am „European Handbike Circuit“ teil. Im Januar 2014 wagte ich dann den Wechsel zu den Bulls.

 

Weshalb die Roller Bulls?

Durch Juan Bernal.  Er hat nicht nachgelassen um mich für diesen Sport und diesen Klub zu motivieren.

 

Welche Ziele haben Sie mit den Bulls in dieser Saison?

Ich kenne die Gegner und deren Niveau nicht genug um Ziele festlegen zu können.  Ich bin von Natur aus ein ungeduldiger Typ, der sehr schnell hohes Niveau anstrebt.  Das scheint hier bei den Bulls möglich zu sein.  Für mich liegt die Schwierigkeit nach wie vor im Umgang mit dem Stuhl, denn die Wurftechniken sind die gleichen geblieben.  Ich hoffe, dass ich auch diese Probleme durch das intensive Training schnell ablegen kann.  Es gibt tatsächlich enorme Unterschiede zwischen Fußgänger- und Rollstuhlbasketball.  Der Stuhl ändert im Bereich Taktik und Spielverlagerung alles.  Ich gehe sogar davon aus, dass Rollstuhlbasketball aus taktischer Sicht viel schwieriger zu spielen ist.  Als Valider war ich als Drei-Punkte-Werfer gefürchtet, ein Talent, das ich auch bei den Bulls unter Beweis stellen möchte.  Ich habe festgestellt, dass es selbst auf höchstem Niveau nicht viele Drei-Punkte-Werfer gibt, so dass ich hier meine Chance sehe und dahingehend auch trainiere.