Arthur FIEVET

  • Geboren am 18. Oktober 1992 in Landelies
  • Ledig
  • Wohnhaft in Landelies
  • Kinesitherapeut

 

Wie sind Sie zu dem Handicap gekommen?

Ich leide an einer so genannten Paraparésie, also einer partiellen Lähmung.  Ich habe diese Verletzung seit einem Unfall, den ich bei den Pfadfindern hatte. 

 

Wie kamen Sie zum Rollstuhlbasketball?

Ich bin bereits im zarten Alter von sieben Jahren mit dem Basketball begonnen, damals noch als Valider.  Nach meinem Unfall wollte ich so schnell wie möglich zur Normalität zurück und drängte auch zu meinem Lieblingssport.  Während eines Besuchs auf einer Messe konnte ich ein Demo-Spiel der Mannschaft aus Gent bestaunen.  Ich war sofort Feuer und Flamme.  So habe ich recht zeitnah einen dieser speziellen Basketballrollstühle ausprobiert und stellte fest, dass sich sofort ein Spielgefühlt einstellte.  Ich bin somit der Einladung des Genter Trainers gefolgt, mit ins Team einzusteigen.  Bei den Silverspokes aus Gent habe ich dann während vier Jahren gespielt, bevor ich eine neue sportliche Herausforderung bei den Roller Bulls in St.Vith fand.  Hier gefällt es mir sehr gut, wenngleich ich aus beruflichen Gründen nur einen kleinen Teil der Saison mitspielen werde.

 

Weshalb die Roller Bulls?

Nach meinen vier Jahren in Gent bin ich einige Zeit durch die belgische Meisterschaft getingelt, fand aber keine sportliche Bestätigung oder Herausforderung.  Ich war einfach auf der Suche nach einem besseren Niveau als das, was bei den Silverspokes oder überhaupt in Belgien geboten wird.  Gerne bin ich der Einladung der Roller Bulls gefolgt, in der Bundesliga mitzuspielen.  Diese Meisterschaft gehört zweifelsohne zu den stärksten in Europa, wenn nicht sogar auf der ganzen Welt.  Ich spüre auch, dass ich bereits tolle Entwicklungen und Fortschritte in dieser kurzen Zeit in St.Vith gemacht habe.  Es macht riesigen Spaß, von Woche zu Woche gegen die absoluten Topspieler unserer Szene antreten zu dürfen.  Auch das familiäre Ambiente und die trotz des Amateurcharakters bewusst professionell ausgeprägte Vereinsstruktur sind beispielhaft.  Hier wird der Rollstuhlbasketball einfach von allen Menschen gelebt.  So etwas findet man nicht anderswo in Belgien.

 

Haben Sie andere Hobbys?

Ich bin ein Sportnarr.  Aus diesem Grund bin ich sportlich auch ständig solo oder aber mit meinen Freunden auf Achse.  Handbike, Handski, Schwimmen, Kajakfahren, Rafting, Segeln im Katamaran, Badminton, Frisbee sind nur einige der Sportarten, die ich regelmäßig ausübe. 

 

Gibt es noch einen sportlichen Wunsch für die Zukunft?

Wie gesagt, zuerst kommt jetzt erst einmal eine neue berufliche Herausforderung.  Vielleicht gelingt es mir ja, auch im Ausland sportlich auf hohem Niveau weiterzumachen.  Und die Roller Bulls werde ich natürlich nie vergessen, so dass ein Wiedersehen in einigen Jahren mehr als wahrscheinlich ist.